Masterplan soll auch Löwe Malik helfen

Ausschreibung Chemnitzer Tierpark benötigt dringend ein Entwicklungskonzept

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Welchen Platz hat Löwe Malik im neuen Masterplan? Foto: S. Hofmann

Nach sinkenden Besucherzahlen in den letzten Jahren soll nun die Rettung des Tierparks in Form eines Masterplans erfolgen. Bereits 2014 hat der Stadtrat ein Entwicklungskonzept des Tierparks als Handlungsrahmen bestätigt. Unter Einbeziehung externer Experten und der Arbeitsgruppe "Tierpark", bestehend aus Vertretern der Stadtverwaltung und des Stadtrates wird seitdem die Fortschreibung des Konzeptes und weitergehende Zukunftsvision erarbeitet. Ziel ist es, "den langfristigen Fortbestand des Tierparks als eine Herzensangelegenheit der Chemnitzer zu sichern".

Deshalb seien in den kommenden Jahren erhebliche Investitionen für die Anpassung an aktuelle Besucherbedürfnisse und die Fortführung einer modernen und attraktiven Tierhaltung notwendig, heißt es vonseiten der Stadt. In einem weiteren Schritt wurde nun der Masterplan zur zoologischen, wirtschaftlichen und baulichen Entwicklung bei der Stadt ausgeschrieben. Bewerbungsschluss für externe Bewerber ist der 21. April.

Es braucht gute Ideen

"Bereits erarbeitete Ideen und ein grundsätzliches Gestaltungskonzept sollen als Handlungsrahmen für die Erarbeitung eines architektonischen Masterplans dienen, der Einzelmaßnahmen detaillierter untersucht und die Grundlagen für die Planung ermittelt", teilte die Stadtverwaltung mit. Auf Grundlage des Masterplanes soll ein Businessplan mit allen Planteilen entwickelt und daraus ein Finanzierungskonzept abgeleitet werden. Zusätzlich sollen verschiedene Betriebsformen konzeptionell auf Vor- und Nachteile untersucht werden.

Der 1964 eröffnete Tierpark, der als Heimattierpark begonnen hat und zu dem seit 1995 auch das Wildgatter Oberrabenstein gehört, bietet das Jahr über auf rund zehn Hektar Einblicke in das Leben von etwa 1.000 Tieren in knapp 200 Arten. Im 35 Hektar großen Wildgatter werden rund 15 europäische Tierarten gehalten.