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Mehr junge Chemnitzer bewerben sich auf Ausbildungsstellen

Bilanz 154 Lehrstellen bleiben dennoch unbesetzt

Die Anzahl an Chemnitzer Bewerbern für eine Ausbildung stieg im Ausbildungsjahr 2017/2018 im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent. Das teilte die Agentur für Arbeit in Chemnitz mit. Insgesamt 1.237 junge Chemnitzer waren demnach der Agentur gemeldet. Demgegenüber standen insgesamt 1.496 gemeldete Ausbildungsplätze.

"Die Kluft zwischen Angebot und Nachfrage verringert sich etwas. Vor zehn Jahren fehlten uns mehr als 400 Interessenten für die Berufsausbildung. Jetzt sind es rund 260 Bewerber, die fehlen, um mit dem Ausbildungsangebot gleichauf zu sein", beschreibt Angelika Hugel, Chefin der Chemnitzer Arbeitsagentur.

Das suchten die Jugendlichen und die Unternehmen

Aufseiten der Unternehmen waren besonders Azubis im kaufmännischen Bereich gefragt. Die Ausbildungsstellen nahmen die Hälfte der gemeldeten Ausbildungsstellen aus den Top 10 ein. Unternehmen suchten außerdem Zerspannungsmechaniker, Industriemechaniker, KFZ-Mechatroniker und Mechatroniker, Elektroniker, Handelsfachwirte sowie Köche. Die Suche nach Mechatronikern ist im Vergleich zum letzten Jahr stark zurückgegangen.

Ausbildungen zum KFZ-Mechatroniker und zur Verkäuferin sind auch in diesem Jahr aus den Top 10 der Berufswünsche der Chemnitzer Jugendlichen nicht wegzudenken. Kaufmännische Ausbildungen bleiben bei jungen Frauen angesagt, bei den Männern sind Mechatroniker- und Mechaniker-Ausbildungen vorn.

Mehr als 150 Stellen in Chemnitz bleiben unbesetzt

Die Agentur für Arbeit teilte mit, dass insgesamt 154 Ausbildungsstellen der insgesamt 1.496 unbesetzt blieben. Im Vergleich zum Vorjahr wären das 64 Stellen mehr. "Auch in diesem Ausbildungsjahr gab es mehr gemeldete Stellen als Bewerber. Trotz starker Nachfrage blieben vor allem Ausbildungsplätze im kaufmännischen Bereich unbesetzt. Weitere Baustellen sind Elektro- und Mechanikerberufe", so Angelika Hugel. Von den Bewerbern blieben Ende September 31 Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag.

Gemeldet waren im Ausbildungsjahr 2017/2018 auch 120 ausländische Bewerber, 87 von ihnen sind Flüchtlinge. Mehr als die Hälfte von ihnen konnten eine Berufsausbildung aufnehmen, weitere besuchen eine Schule, ein Studium oder absolvieren ein Praktikum, sind in die Erwerbstätigkeit eingestiegen oder übernehmen soziale Dienste.



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