Neue Heimat Chemnitz: Migrantinnen gestern und heute

Festveranstaltung Zum Internationalen Frauentag

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Die Zentralhaltestelle in Chemnitz. Foto: bl

Anlässlich des Internationalen Frauentages 2019 findet im Pentagon 3 die Festveranstaltung "Angekommen in Chemnitz - Migrantinnen gestern und heute" statt. Die Chemnitzer Geschichte ist von jeher von Menschen in Bewegung geprägt. Verschiedene zeitliche Epochen brachten immer neue Menschen von Nah und Fern hierher.

Reisende Händler, Handwerker und Soldaten: im Laufe der Jahre fanden zahlreiche Menschen in Chemnitz ihre neue Heimat. Zu Zeiten der DDR kamen besonders Arbeitsmigranten aus Vietnam, Kuba oder Angola; in den letzten Jahren sind es vor allem Menschen aus Syrien und anderen Ländern des Nahen Ostens.

Migration ist kein männliches Phänomen

Bis in die 1980er Jahre ging die Migrationsforschung von einem rein männlichen Phänomen aus, bis endlich in den Blick rückte, dass Migration auch weiblich ist. Heute sind 46 Prozent aller Menschen, die in Deutschland leben und in einem anderen Land geboren sind, Frauen. Für sie sind häufig nicht bessere Arbeitschancen ein Grund, um nach Deutschland oder Chemnitz zu kommen, sondern Unterdrückung verschiedenster Arten im Land ihrer Geburt. Fehlende Menschenrechte, Gewalt im Alltag und Zwangsheirat sind nur einige Beispiele dafür.

Am Internationalen Frauentag, dem 8. März, werden nun Migrantinnen vorgestellt, die in unterschiedlichen Jahrhunderten aus verschiedenen Teilen der Welt nach Chemnitz kamen und hier ihre neue Heimat gefunden haben. Die Veranstaltung beginnt am Freitag, den 8. März, 18 Uhr im Pentagon 3 (Brückenstraße 17, 09111 Chemnitz).