Ob das zieht? Chemnitz wirbt für sich

Marketing Museen und Smac lenken die Blicke auf die Stadt

ob-das-zieht-chemnitz-wirbt-fuer-sich
Werbung über die Stadtgrenzen hinaus, bis hin zum Mars. Grafik: Christian Mathea/hfn

Weitgereiste, die mit dem Fernzug in Dresden und Leipzig einrollen, werden bei der Ankunft an eine weitere sächsische Metropole erinnert: In beiden Hauptbahnhöfen wird für die Kunstsammlungen Chemnitz mit dem Museum Gunzenhauser geworben - großflächig und dauerhaft mit fest installierter Leuchtschrift.

Das ist nicht alles, was die Kunstsammlungen für ihre Bekanntheit tun. "Wir setzen gelegentlich die klassischen Werbemittel außerhalb von Chemnitz ein, das heißt zum Beispiel Megalight-Plakate in verschiedenen deutschen Städten wie München, Frankfurt am Main und Köln", erklärt Pressesprecherin Almut Neumeister.

Ähnliche Anstrengungen unternimmt das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz, kurz Smac. "Wir hatten für die Geld-Ausstellung in Leipzig und Dresden mit City-Light-Plakaten geworben, in Chemnitz und Zwickau mit Großflächenplakaten", berichtet Pressesprecherin Jutta Böhme. Auch in anderen sächsischen Museen sowie bundesweit in Archäologiemuseen präsentiert sich das Smac.

Die Stadt insgesamt in weit entfernten Köpfen bekannt zu machen, ist Aufgabe der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (CWE) - und das machen die Mitarbeiter gerade aktuell in Berlin auf der Internationalen Tourismusbörse. Ansonsten sei man für die überregionale Vermarktung des Tourismus- und Wirtschaftsstandortes jedes Jahr auf verschiedenen nationalen und internationalen Messen für Immobilien und Wirtschaft vertreten, erklärt Susan Endler, Leiterin des Marketing bei der CWE.

Ob all die Aktionen ihre beabsichtigte Wirkung erreichen? Dazu sagt Almut Neumeister von den Kunstsammlungen: "Wie erfolgreich diese Werbemittel sind, ist nur schwer nachvollziehbar. Dazu müssten unter den Besuchern Umfragen über einen längeren Zeitraum mit entsprechender Auswertung gemacht werden." Die CWE erklärt: Die Wirkung der Maßnahmen werde zwar in regelmäßigen Abständen analysiert, aber nur für den internen Gebrauch und somit nicht für die Öffentlichkeit.