Omega begeistert Publikum in der Stadthalle

Konzert Eine der dienstältesten Rockbands in Chemnitz zu Gast

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Urgesteine "Omega" und Klaus Beer. Foto: Maik Bohn

Am 30. September gab sich eine nun schon 55 Jahre bestehende und legendäre Band aus Ungarn in Chemnitz die Ehre. Alles begann in den sechziger Jahren, als Bands wie die Rolling Stones und Pink Floyd wie Pilze aus dem Boden schossen. Im Osten war das eine Studentenband namens Omega.

Von den Scorpions gecovert

Musik aus einem imposanten Mix von Rock, Pop und Klassik; gesungen wurde auf Ungarisch, Deutsch und Englisch. Trotz des Eisernen Vorhangs gelang es Omega bereits Anfang der siebziger Jahre, einige ihrer Platten im Ausland zu produzieren. Inzwischen sind unzählige Alben entstanden, darunter Klassiker wie "Timerobber", "Gammapolis" und die LP "Skyrover". Ihr größter Hit war bereits auf ihrem zweiten Album: das von Gabor Presser komponierte, später auch auf deutsch gesungene Stück "Gyöngyhajú lány" (zu deutsch: "Perlen im Haar"). Noch bekannter wurde es durch die Scorpions, die mit ihrem Cover "White Dove" einen Riesenerfolg einfuhren.

Nun war die Band, die noch drei Originalmitglieder in ihren Reihen hat, auf großer Jubiläumstour. Diese brachte sie eben auch nach Sachsen. In der Stadthalle Chemnitz spielten sie rund zwei Stunden und zelebrierten den Rock in unnachahmlicher Weise und spektakulären Licht- und Lasereffekten.

Ein Zeichen für eine friedvolle Welt

Vor ihrer Show wurde dem Keyboarder Laszlo Benkö, dem Schlagzeuger Ferenc Debrenczeni und Sänger Janos "Mecky" Kobor noch eine große Ehre zu Teil: sie wurden in die "Hall of Fame" des Fernwehparks Oberkotzau "Signs of Fame" aufgenommen.

Klaus Beer, der Initiator und sein Team waren extra aus Bayern angereist um von den Dreien einen Handabdruck abzunehmen - und damit ein Zeichen für eine friedvolle Welt zu setzen. Auch Oliver Nobis aus Oelsnitz im Erzgebirge war dabei, Leiter des offiziellen Dieter "Maschine" Birr-Fanclubs, und überbrachte Grüße vom Ex-Puhdys Sänger - auch er ist Omega-Fan.

Freundschaft unter Ostrocklegenden

Von ihm bekam Frontmann Janos Kobor bereits im Frühjahr 2015 Jahres ein Angebot, nämlich auf Dieter Birrs Solo-Album "Neubeginner" mitzuwirken. Es entstand ein gemeinsamer Titel mit dem Namen "Der große Magnet". Daraufhin wurde der Omega Sänger auch einige Male zu den Maschine & Band-Konzerten eingeladen.

Zum Jubiläum der ungarischen Band wurde indes auch Maschine zum Omega-Konzert in Rostock eingeladen. Was die beiden Sänger vereint, ist die Liebe zur Musik. Und nicht nur das: beide sind wahrhaftige Ostrocklegenden.