Pokalzündelei: Empfindliche Strafen für CFC und FSV

FUSSBALL SFV-Sportgericht bestraft Vergehen beider Fanlager im Sachsenpokalfinale

Das Sportgericht des Sächsischen Fußball-Verband e.V. (SFV) hat gegen die beiden Sachsenpokalfinalisten Chemnitzer FC und FSV Zwickau eine Geldstrafe ausgesprochen sowie ein Fahnenverbot für die Sachsenpokalsaison 2019/2020 verhängt. Diesem geht unsportliches Verhalten beider Fanlager voraus. Die CFC-Anhänger hatte in der 46. Minute mindestens zehn pyrotechnische Erzeugnisse gezündet, die FSV-Fans antworteten unmittelbar danach mit vier roten Rauchkörpern, was eine erhebliche Rauchentwicklung nach sich zog. In der Schlussminute sorgte zudem ein "Flitzer" für eine Spielunterbrechung.

Bestrafung für Wiederholungstäter

Der SFV bestraft infolgedessen den Chemnitzer FC mit einer Geldstrafe in Höhe von 2.300 Euro, der FSV Zwickau muss 1.200 Euro zahlen. Weiterhin wurde im Urteil vom 9. Juli ein Fahnenverbot festgehalten. Die Anhänger beider Vereine dürfen bei Heim- und Auswärtsspielen in der aktuellen Sachsenpokalsaison keine Block- und Zaunfahnen sowie Banner, Flaggen, Plakate sowie sämtliche vergleichbare Elemente benutzen. Strafschärfend sind in das Urteil eingeflossen, dass zum einen eine Zuschauerin über gesundheitliche Probleme in Form von Atembeschwerden klagte und von Rettungssanitätern behandelt werden musste. Zum anderen wirkten sich die einschlägigen Vorstrafen beider Vereine negativ aus. Das komplette Fahnenverbot wird allerdings zur Bewährung ausgesetzt. Sollten die Fans dennoch unsportliches Verhalten zeigen, wird das Fahnenverbot für die restlichen Spiele der Pokalsaison umgesetzt. Beide Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Das Sachsenpokalfinale am 25. Mai gewann der Chemnitzer FC mit 2:0 gegen den FSV Zwickau. Vor 11.638 Zuschauern im "Stadion - An der Gellertstraße" erzielte Tobias Müller beide Treffer für die Himmelblauen.