Regionalleitstelle: Bessere Koordination von Rettungseinsätzen

Neubau Integrierte Regionalleitstelle Chemnitz in Betrieb genommen

regionalleitstelle-bessere-koordination-von-rettungseinsaetzen
Sachsens Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschutzeinheiten nutzen künftig ein einheitliches Digitalfunknetz. Foto: Andreas Seidel

Diese Woche ist die neue integrierte Regionalleitstelle Chemnitz in Betrieb gegangen und löste damit die Notrufzentrale der Berufsfeuerwehr Chemnitz ab. Der Neubau der Leitstelle war erforderlich geworden, da Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschutzeinheiten in Sachsen künftig ein einheitliches Digitalfunknetz nutzen. Dieses Netz unterstützt unter anderem eine Standorterkennung bei Notrufen über die Telefonnummer 112.

Ursprünglich waren für den Bau und die Einrichtung des Digitalfunks 12 Millionen Euro eingeplant. Durch erhebliche Probleme wurde die Fertigstellung um drei Jahre verschoben und kostete am Ende fast 18 Millionen Euro. Für Einwohner im Einzugsbereich seien mit der Inbetriebnahme der neuen Leitstelle keine wesentlichen Änderungen verbunden. Feuerwehr und Rettungsdienst sind wie gewohnt über die Rufnummer 112 zu erreichen. Auch Krankentransporte können wie bisher über die Rufnummer (0371) 19 222 angefordert werden.

Die Pläne bis Mitte 2018

Wie die Stadt mitteilt, umfasst der Leitstellenbereich aktuell ein Gebiet von 488 Quadratkilometer mit rund 320.000 Einwohnern. In weiteren Schritten sollen bis Mitte 2018 die bisherigen Leitstellen in Grimma, Annaberg, Freiberg sowie der Bereich Aue-Schwarzenberg (bisher IRLS Zwickau) in die neue Chemnitzer Leitstelle integriert werden. Sie wird nach Abschluss der Integration für einen Leitstellenbereich von 4.162 Quadratkilometer und fast eine Million Einwohner zuständig sein. An 18 speziellen Arbeitsplätzen werden dann insgesamt 70 Disponenten im Schichtbetrieb rund um die Uhr im Einsatz sein, um Notfalleinsätze der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes und auch Krankentransporte zu koordinieren.

Die integrierte Regionalleitstelle basiert auf einer Vereinbarung zwischen der Stadt Chemnitz, dem Erzgebirgskreis, dem Landkreis Mittelsachsen und dem Rettungszweckverband Chemnitz- Erzgebirge aus dem Jahr 2010. Die Grundsteinlegung für den Neubau erfolgte im September 2012.