Retter des Eisenbahnviaduktes werden ausgezeichnet

Engagement Bürgerinitiative aus Chemnitz erhält Deutschen Preis für Denkmalschutz

Die Bürgerinitiative Viadukt e.V. aus Chemnitz mit ihrem Vorsitzenden Johannes Rödel erhält Ende November in Berlin die Silberne Halbkugel des Deutschen Preises für Denkmalschutz. Das hat das Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz nach dem Vorschlag einer Jury entschieden. Die Ehrung ist die höchste Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement, die es auf dem Gebiet des Denkmalschutzes in Deutschland gibt. Der "Viadukt e.V. - Verein zur Nutzung des Baulichen Erbes der Industrialisierung Chemnitz" erhält die Auszeichnung für sein Engagement um die Rettung des Chemnitzer Eisenbahnviaduktes.

Engagement, Mut, Kreativität und Sachverstand

Die Deutsche Bahn AG als Eigentümerin der Brücke hatte beim Ausbau des Chemnitzer Bahnbogens zunächst einen Abriss der Brücke und den Ersatz durch einen Neubau geplant. Seit dem Jahr 2013 setzte sich der Verein für die Rettung des Eisenbahnviadukts ein. Nach langwierigen Diskussionen hatte das Eisenbahnbundesamt die DB AG im Jahr 2018 verpflichtet, das Zeugnis für die Stahlbaukunst um 1900 zu erhalten, zu ertüchtigen und denkmalgerecht zu sanieren. "Engagement, Mut, Kreativität und Sachverstand der Mitglieder des Vereins haben zur Rettung dieses technischen Denkmals entscheidend beigetragen. Ich freue mich, dass dieses Engagement nun so prominent gewürdigt wird", freut sich Sachsens Staatsminister für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt. "Ich freue mich besonders, dass die Würdigung der Vereinsarbeit mit dem Jahr der Industriekultur zusammenfällt und dem Anliegen dadurch noch mehr Aufmerksamkeit verschafft."