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Rückblick: #Wirsindmehr-Konzert gegen Fremdenfeindlichkeit vor drei Jahren

Demonstration Heute vor drei Jahren - Antwort auf die Ausschreitungen

Heute vor drei Jahren fand das kostenlose Konzert #Wirsindmehr in Chemnitz statt. Es war als Antwort auf die Ausschreitungen in Chemnitz 2018 gedacht. Die Chemnitzer Band Kraftklub und das Chemnitzer Stadtmarketing organisierten das, als Demonstration konzipierte, Event. Aufgrund der großen Nachfrage musste der ursprünglich geplante Veranstaltungsort verlegt werden und wurde letztlich auf dem großen Parkplatz neben der Johanniskirche durchgeführt. Am Karl-Marx-Monument wurde eine zweite Bühne für DJs errichtet und im Stadthallenpark gab es Info- und Essensstände. Insgesamt gab es Schätzungen zufolge rund 65.000 Besucher.

Auf dem kostenlosen Konzert traten Künstler wie die Trettmann, Materia und Casper, K.I.Z, Kraftklub und Die Toten Hosen auf.

Vorgeschichte

Am 26. August wurde der 35-jährige Daniel H. während des Chemnitzer Stadtfestes erstochen. Ein Syrer und ein Iraker wurden der Tat verdächtigt. Daraufhin fand am 27. August 2018 eine Demonstration statt, die von der Bürgerbewegung Pro Chemnitz angemeldet wurde. An dieser nahmen circa 6000 Personen teil. Während der Demonstration kam es zu fremdenfeindlichen Ausschreitungen. Am darauffolgenden Tag organisierten die AfD und Pegida einen Trauermarsch, an dem ungefähr 4500 Personen teilnahmen. Auf der Gegendemonstration unter dem Motto "Herz statt Hetze" waren rund 3000 Menschen.

Im August 2019 wurde der 23-jährige Täter Alaa S. zu einer Haftstrafe von 9 Jahren und 6 Monaten verurteilt.

Folgeveranstaltungen

Am 1. Oktober 2018 fand unter dem gleichen Motto in Fulda eine Demonstration und Kundgebung gegen Rassismus und Rechtspopulismus mit etwa 1000 Teilnehmenden statt. Anlass des Protestes war eine Demo gegen eine Wahlkampfveranstaltung der AfD in Neuhof.

Am 4. Juli 2019 fand in Chemnitz das "Kosmos-Festival" unter dem Namen "wir bleiben mehr" statt. Zirka 50.000 Besucher hörten den Künstlern von Tocotronic, Alligatoah, Felix Kummer und Herbert Grönemeyer zu.

 

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