Sachsen vernetzt sich mit den Besten in Europa

Kooperation Sachsen und Tschechien loten Zusammenarbeit aus

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Wirtschaftsminister Martin Dulig. Foto: Goetz Schleser

Die Tschechische Republik ist nach China der zweitwichtigste Handelspartner des Freistaates. Mit Einfuhren im Wert von 4,7 Milliarden Euro lag das Nachbarland sogar unangefochten auf Platz 1 der Importpartner des Freistaates. Der Export sächsischer Waren nach Tschechien ist seit 1993 um das fast 16-fache auf einen Wert von rund zwei Milliarden Euro gestiegen.

Sachsen ist Tschechiens fünftwichtigster Handelspartner

"Unsere Beziehungen sind langfristig gewachsen. Wir sind vorbildlich in der Zusammenarbeit innerhalb der EU", betonte diese Woche Tomáš Hüner, tschechischer Minister für Industrie und Handel, bei einem Treffen mit Martin Dulig. Sachsens Wirtschaftsminister ergänzte: "Wir möchten weiter voneinander lernen und Plattformen schaffen, wo wir gemeinsam aktiv sein können."

In dem 90-minütigen Treffen sprachen die Minister über Themen wie Industrie 4.0, Digitalisierung in der Energiewirtschaft, E-Mobilität, Smart-City-Lösungen, Kooperationen in Netzwerken wie Energy Saxony und Silicon Saxony sowie gemeinsame Auftritte auf internationalen Fachmessen. Auch die Zusammenarbeit mit China und den USA spielte eine zentrale Rolle.

Auch in diesem Jahr stehen zahlreiche Projekte an

Zum Thema US-Strafzölle sagte Dulig: "Mein Kollege Tomáš Hüner und ich sind uns einig: Ein Handelskonflikt geht zu Lasten aller. Wir müssen einen vernünftigen Weg finden. Dabei kommt Deutschland eine führende Rolle zu."

Für 2018 sind bereits zahlreiche Projekte, Messen und Kooperationsforen mit Akteuren der Tschechischen Republik vorgesehen. So zum Beispiel das Projekt "ArchaeoMontan 2018" zur Erforschung des mittelalterlichen Bergbaus im Erzgebirge, der Sächsisch-Bayerisch-Tschechische Innovationstag am 15. November in Prag sowie die weiteren Planungen für die Eisenbahnneubaustrecke Dresden-Prag.