Sensation! CFC-Junioren schaffen den Aufstieg

Nachwuchs Mannschaft holte 1:4-Rückstand aus dem Hinspiel wieder auf

Wer hätte das gedacht? Nachdem die A-Junioren des Chemnitzer FC vor einer Woche beim Eimsbütteler TV im Hinspiel um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga beim 1:4 praktisch chancenlos waren, drehten die Schützlinge von Trainer Kay-Uwe Jendrossek nun den Spieß im Sportforum Chemnitz um, gewannen 5:1 nach Verlängerung und spielen in der kommenden Saison im deutschen Fußball-Oberhaus. "Großes Kompliment an die Jungs, die bis zum Schluss an sich geglaubt und gekämpft haben. Sie haben schon eine kleine Sensation geschafft", sagte der Leiter des Chemnitzer Nachwuchsförderzentrums, Thomas Köhler.

Führung durch Neubauer

Die Gastgeber machten von Beginn deutlich, dass sie die Mission Aufstieg noch nicht abgeschrieben hatten. Nach einer reichlichen Viertelstunde ging der CFC durch Ruben Neubauer in Führung und hatte danach noch einige Möglichkeiten, auf 2:0 zustellen. Von Eimsbüttel kam bis zur Pause offensiv kaum etwas, wobei die Norddeutschen auch nicht im Zugzwang waren. Nach dem Seitenwechsel blieb Chemnitz zwar präsent, doch CFC-Torwart Daniel Hemicker musste nun den einen oder anderen Leistungsnachweis erbringen. Die Truppe von Jendrossek ließ es vor den Augen der 1. Chemnitzer Mannschaft, die nach dem Training und vor der Abfahrt zum Freundschaftsspiel nach Pössneck das Duell verfolgte, zu keinem Zeitpunkt an Einsatzbereitschaft fehlen. Doch dann trafen die Gäste in der 79. Minute zum 1:1. "Das war erste einmal ein Schlag ins Gesicht", wertete Jendrossek.

Trainer ist überwältigt

Doch ein scheinbar unbegrenzter Wille war die Grundlage dafür , dass der CFC-Nachwuchs es noch schaffte, in Summe beider Spiele auszugleichen. Erik Tallig vom Elfmeterpunkt (85.) und Simon Noah Roscher (88.) trafen zum 3:1. Das 4:1 in der fünften Minute der Nachspielzeit resultierte aus einem Eigentor der Gäste. Insbesondere im zweiten Abschnitt der Zugabe machten sich bei Spielern beider Mannschaften Verschleißerscheinungen bemerkbar, immer wieder mussten Akteure wegen Krämpfen behandelt werden. Doch dann flippten die fast 500 Zuschauer auf der Tribüne des Sportforums fast aus, als Felix Onischke dass 5:1 markierte. "Wer das erste Spiel gesehen hat, hat wohl nicht mehr an uns geglaubt. Aber wie das meine Jungs durchgezogen haben, war für mich überwältigend", sagte Jendrossek nach der Partie.