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Sollte sich Chemnitz noch als Kulturhauptstadt bewerben?

Diskussion Auf Kern der eigenen Identiät besinnen

Seit dem gewaltsamen Tod eines Chemnitzers und den folgenden Demonstrationen wird darüber diskutiert, ob Chemnitz sich weiterhin als Kulturhauptstadt Europas bewerben soll - so auch am Sonntag beim "Politischen Frühschoppen", zu dem die Volksbank Chemnitz in die alte Hartmann-Fabrik eingeladen hatte. "Es ist letztlich auch eine Kulturfrage, wie wir miteinander umgehen", gab Volksbank-Chef Gunnar Bertram gleich zu Beginn zu bedenken.

Chemnitz sei in den vergangenen Wochen zu einem Symbol dafür geworden, dass sich die Welt immer schneller bewege: "Aus unserem kulturellen Gedächtnis heraus können wir deshalb derzeit keine Antworten auf diese Entwicklungen geben", erläuterte der Unternehmensphilosoph Dominic Veken. Aus dieser Situation könne man aber herauskommen, wie der Hamburger Marketing-Fachmann Thorsten Kausch berichten konnte. Dabei müsse sich die Stadt auf den Kern der eigenen Identität besinnen. Entscheidend sei, den Rat der Bürger anzunehmen, um das Vertrauen in staatliche Institutionen wieder zu stärken, so Kausch.

Barbara Ludwig verspricht von Veränderung

"Auf eine eigene Haltung muss auch Handlung folgen", fasste Veken zusammen. "Wir wollen zeigen, dass wir handlungsfähig sind", erklärte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig. Man wolle auf langfristige Wirkung setzen und an der Bewerbung festhalten. IHK-Präsident Dieter Pfortner dazu: "Wer Aufbrüche will, wer Aufbrechen will, der muss die Menschen auch mitnehmen." Gerade jetzt müsse man sich um den Titel bewerben, um zu zeigen, dass Chemnitz auch eine weltoffene Stadt ist.



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