Trainingswoche begann mit Laktattest

Fussball Cheftrainer Glöckner fühlt sich nicht nur im Stadion wohl

Das Wetter war in Chemnitz zu Wochenbeginn alles anders als angenehm. Doch die Stimmung im Lager des Chemnitzer FC dürfte deshalb nicht unbedingt schlecht gewesen sein. Schließlich hatten die Kicker von Cheftrainer Patrick Glöckner in der 3. Liga ihr jüngstes Auswärtsspiel beim SV Meppen in der Nachspielzeit 2:1 gewonnen. Auch wenn der Sieg glücklich ausfiel, fragte schon einen Tag später kaum mehr jemand, wie der Dreier zustande gekommen war. Immerhin bleiben die Himmelblauen im Kampf um den Klassenerhalt mittendrin, statt nur dabei. Daran hat sicherlich Glöckner, der im September 2019 zum CFC kam und damals das Kommando von David Bergner übernommen hatte, einen sehr großen Anteil. Glöckner, 1976 in Bonn geboren, macht kein Geheimnis daraus, dass er sich nicht nur im Sportforum oder im Stadion An der Gellertstraße wohl fühlt. Auch die Stadt sei ihm in den vergangenen Monaten schon ans Herz gewachsen. "Ich habe mich vom ersten Tag an hier wohl gefühlt. Der Verein hat es mir auch einfach gemacht. Die Mitarbeiter sorgen für eine familiäre Atmosphäre", sagte der Coach, der vor seinem Engagement in Chemnitz vor allem als Co-Trainer in Frankfurt, St Pauli und Köln aktiv war. "Die Leute in der Stadt sind immer nett und freundlich. Hier sind die Einwohner nicht so gestresst oder genervt wie in Frankfurt, wo du schon mal im schnell abserviert wirst. Das empfinde ich als sehr angenehm", sagte Glöckner. Nachdem er am Montag seinem ballspielenden Personal frei gab, übernahm am Dienstag zunächst die medizinische Abteilung beim Laktattest das Kommando. Zwischen Mittwoch und Samstag wird je einmal trainiert, bevor es am Sonntag in der Liga wieder ernst wird. Dann empfängt der CFC 14 Uhr den Halleschen FC zum Ostderby.