Von der Ministerin überrascht

Schulstart Brunhild Kurth besuchte Erstklässler - Lehrermangel bleibt ein Thema

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Die Kultusministerin überraschte am Montag die Erstklässler in Rabenstein. Foto: Toni Söll

Überraschenden Besuch bekamen am Montag die Schulanfänger der Grundschule Rabenstein "Hans Carl von Carlowitz". Kultusministerin Brunhild Kurth versüßte mit Zuckertüten den ersten Schultag der 54 Erstklässler. Die Ministerin nutzte den Termin auch, um über die angespannte Situation auf dem Lehrerarbeitsmarkt zu informieren.

Lehrer sind weiterhin schwer zu finden

So mussten in diesem Jahr in Sachsen mehr Seiteneinsteiger als zuvor eingestellt werden. Die Quote stieg gegenüber dem Vorjahr von 48 auf etwa 52 Prozent. Auf die 1400 freien Stellen hatten sich lediglich rund 1160 ausgebildete Lehrer beworben. Davon waren über die Hälfte für die Schulart Gymnasium ausgebildet.

"Wir finden auf dem Arbeitsmarkt nicht genügend grundständig ausgebildete Lehrer - weder in Quantität noch mit der Ausbildung für die entsprechende Schulart", sagte Kurth. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr bekommen Seiteneinsteiger seit diesem Jahr eine dreimonatige Einstiegsqualifizierung bevor sie unterrichten. Sie stehen damit nicht unmittelbar zum Start des neuen Schuljahres zur Verfügung.

Ausfall soll trotzdem vermieden werden

Dadurch wird es laut Kultusministerin Kurth "eng mit der Unterrichtsversorgung in der ersten Phase des Schuljahres". Um Unterrichtsausfall zu vermeiden, werde ein Bündel an Maßnahmen ergriffen. So wird das Einstellungsverfahren mit dem Start des Schuljahres nicht beendet. Auch werden Lehrer im Ruhestand angesprochen, um als Honorarkraft kurzfristig aushelfen zu können. In Teilzeit arbeitende Lehrer werden gebeten, ihren Beschäftigungsumfang zu erhöhen. Zudem bekommen Lehrkräfte geleistete Überstunden sofort vergütet.