Vor 20 Jahren: Das Wunder von Chemnitz

JUBILÄUM 1999 stieg der CFC zum bisher letzten Mal in die 2. Bundesliga auf

Jens König schlägt einen Freistoß in den Strafraum und auf den Kopf von Danilo Kunze, der zu Ronny Kujat ablegt - und dieser erzielt in der 73. Minute im Relegations-Rückspiel gegen den VfL Osnabrück mit seinem schwächeren linken Fuß das aufstiegsbringende 2:0 und macht damit seinen Patzer aus dem Hinspiel bei der 0:1-Hinspielniederlage wieder wett.

Als dann der Schlusspfiff ertönte, brachen in der mit 12.500 Zuschauern ausverkauften Fischerwiese alle Dämme. Fans, Spieler und Verantwortliche feierten erst auf den Rasen und dann später in der Innenstadt das "Wunder von Chemnitz". Der Architekt dieses sensationellen Erfolges war Christoph Franke, und sein Star: ein eingeschworenes Kollektiv, bestehend aus erfahrenen Haudegen wie Ananiev, Köhler, Laudeley, Bittermann und Mehlhorn sowie jungen Wilden wie Liebers, Tetzner und Ullmann.

Defensive holt Meisterschaft

Vor der Spielzeit 1998/1999 galt der Chemnitzer FC keinesfalls als Favorit für den Staffelsieg in der Regionalliga-Nordost, und das zeigte sich bereits Mitte der Hinrunde, als die Himmelblauen nur auf den sechsten Rang platziert waren. CFC-Coach Franke stand kurzzeitig bei den CFC-Verantwortungsträgern zur Disposition, durfte dann aber doch weitermachen - und das sollte sich nach der 0:2-Niederlage am 19. Spieltag beim VfB Leipzig final auszahlen. Die Franke-Schützlinge gewannen anschließend zwölf Spiele in Folge und kassierten bis zum Saisonende keine Niederlage mehr. Das einzige Gegentor in dieser Zeit fingen sich die Himmelblauen am 23. Spieltag beim 2:1-Erfolg in Erfurt ein. Anschließend blieb die Defensive um Torwart Ananiev mehr als 1.000 Minute ohne Gegentor - ein sensationeller Wert, der ausschlagend für den Staffelsieg gewesen ist. Der Chemnitzer FC schloss die Spielzeit mit 77 Punkten und 59:12 Tore ab.

Am gestrigen Donnerstag jährte sich diese himmelblaue Sternstunde zum 20. Mal. BLICK zeigt in einer Bildergalerie die Jubelarien, die Chemnitz in einen kollektiven Freudentaumel versetzten.

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