Was macht ein Tierpathologe?

Vortrag "Mörderische Geständnisse" im Wasserschloss

In deutschen Haushalten lebten im vergangenen Jahr rund 34,4 Millionen Haustiere - vom Hund über die Katze bis hin zum Kaninchen, Meerschweinchen oder dem Wellensittich. Katzen sind des Deutschen bevorzugtes Haustier - knapp 15 Millionen von ihnen durften es sich im letzten Jahr auf dem Sofa oder sogar im Bett ihres Herrchen und Frauchens gemütlich machen. Haustiere werden von ihren Besitzern geliebt und verwöhnt, sind vielfach auch Lebensbegleiter. Doch jährlich kommen tausende auf mysteriöse Weise zu Tode, werden zu chronisch kranken Wesen herangezüchtet, als Waffe oder Statussymbol missbraucht, vernachlässigt oder aus falsch verstandener Tierliebe oder Egoismus gequält.

Veranstaltungsreihe "Mörderische Geständnisse" im Wasserschloss Klaffenbach

Keiner kennt diese dunkle Seite der Tierhaltung besser als Professor Achim Gruber. Er leitet die Tierpathologie der Freien Universität Berlin und berichtet in seinem Buch "Das Kuscheltierdrama. Ein Tierpathologe über das stille Leiden der Haustiere" von Tierschicksalen, die unter die Haut gehen. Am Freitag ist Gruber im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Mörderische Geständnisse" im Wasserschloss Klaffenbach zu Gast. Besucher hören an diesem Abend Ausschnitte aus seinem Buch sowie Berichte und bewegende Geschichten aus dem Obduktionssaal, die zeigen, wie es manchmal um die Beziehung der Deutschen zu ihren Haustieren stehen kann. Beginn ist 19.30 Uhr.