Was sagen meine Hände über mich?

Industriemuseum Gesten-Ausstellung läuft noch bis zum 4. März

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Museumspädagogin Sandra Dannemann gibt einen Einblick in die Ausstellung. Foto: Sven Gleisberg

Es ist ein Hingucker am Chemnitzer Hauptbahnhof: Menschliche Schatten laufen über die große LED-Fassade und machen Gesten im Stadtraum erlebbar. Begleitet vom Schriftzug "Gesten" verweist die Videoinstallation in unmittelbarer Nähe des Böttcherbaus der TU Chemnitz von der in Kooperation mit der TU und dem Ars Electronica Futurelab in Linz entstandenen Sonderausstellung "Gesten - gestern, heute, übermorgen", die noch bis 4. März im Industriemuseum zu sehen ist.

Auf 600 Quadratmetern Fläche können die Besucher eine Vielzahl an Exponaten zum Thema Gesten begutachten und selbst auszuprobieren. Der "Wooden Mirror" des New Yorker Künstlers Daniel Rozin lädt zum Beispiel dazu ein, die eigenen Körper-, Arm- und Handbewegungen in einer hölzernen Reflexion zu erkunden.

Was macht die menschliche Hand so besonders?

Auch das Winterferienprogramm des Industriemuseums ist auf Hände und Gesten spezialisiert. Am 22. Februar beginnt um 14 Uhr eine Familienführung unter dem Titel "Kinderhände beschmieren nicht nur Tisch und Wände". Dabei erfahren die Besucher, was die Hand des Menschen im Vergleich zu der anderer Lebewesen so besonders macht: Sie kann nicht nur Gegenstände halten und Werkzeuge nutzen, sondern auch unser Sprechen unterstützen und Maschinen steuern.

Am 23. Februar, jeweils 13 und 15 Uhr, können Ferienkinder ab 8 Jahren die Hand als Werkzeug und Kunstwerk wahrnehmen - beim Handskulpturen formen.

Ein Blindenführer und das digitale Informationssystem sind neu

Damit auch wirklich alle Besucher in den Genuss der Ausstellungen des Industriemuseums kommen, wurde jetzt ein Museumsführer für Blinde und Sehbehinderte erstellt. Der 48 Seiten umfassende Reliefführer kann an der Museumskasse ausgeliehen werden.

Zudem gibt es ein neues digitales Informationssystem für die Dauerausstellung. In über 300 Beiträgen erfahren die Museumsbesucher Details zu den ausgestellten Exponaten oder zu sächsischen Firmen. Eine Zeitschiene stellt die Objekte in den historischen Zusammenhang.