Was wird aus den Brachen in Altchemnitz?

Bau Stadt legt Strukturkonzept für alter Industriestandorte vor

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Foto: Getty Images/iStockphoto/io_nia

Seit mehreren Jahren bemüht sich die Stadt um eine Belebung von Industriebrachen im Stadtteil Altchemnitz. Auf dem Gelände des ehemaligen Spinnereimaschinenbaus zwischen Altchemnitzer Straße und Bahngelände und darüber hinaus sind viele Flächen ungenutzt.

Um die eigenen Bemühungen voranzutreiben, wurde ein Strukturkonzept entwickelt, das dem Stadtrat in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch zur Abstimmung vorgelegt wird. Dieses Konzept weist als ein wesentliches Manko für die Nutzung des Gebiets als Gewerbestandort die mangelnde Verkehrserschließung vor allem des - von der Altchemnitzer Straße betrachtet - hinteren Teils des Spinnereimaschinenbaus aus.

Hier könnte eine neue, bis zur Heinrich-Lorenz-Straße reichende Straße abhelfen, eine Verlängerung der heute schon vorhandenen Zollstraße. Auch eine Erschließung des Bereichs mit Stich- oder Ringstraßen sei vorstellbar. Dies würde insbesondere das Gebiet südlich der Altchemnitzer Straße wieder besser als Gewerbegebiet erschließen. Nördlich der Altchemnitzer Straße - bis zur Bruno-Salzer- und Treffurthstraße - sei hingegen eine gemischte Nutzung möglich:

So könnten beispielsweise in der ehemaligen "Höheren Fachschule für Wirkerei und Stickerei" in der Elsasser Straße, einem laut Studie "repräsentativen Vertreter der Industriearchitektur vom Anfang des 20. Jahrhunderts", sowohl hochwertige Büros wie auch Wohnungen entstehen - vorausgesetzt, sie werden von der Stadt zur Wohnnutzung freigegeben. Das gleiche gelte für zwei Baudenkmale in der Altchemnitzer Straße 40 und 46. Nur im ehemaligen Spinnereimaschinenbau sollte auch künftig eine Wohnnutzung ausgeschlossen bleiben, heißt es im Konzept.