• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen
Chemnitz

Was wird aus der alten Bahnlinie von Wüstenbrand nach Chemnitz?

Radweg Alte Trasse soll sichere und attraktive Verbindung werden

Seit 2004 fährt auf der alten Bahnlinie von Wüstenbrand nach Chemnitz kein Zug mehr. Das bleibt auch so. Auf der Strecke über Grüna, Rabenstein, Rottluff, Altendorf bis in den Küchwald sollen in Zukunft stattdessen möglichst viele Radfahrer unterwegs sein. Ab dem kommenden Jahr wird auf der ehemaligen Trasse ein vier Meter breiter Radweg entstehen.

Momentan läuft noch der Rückbau des alten Gleisbetts. So wurden in den vergangenen Wochen die Holzschwellen auf einem Teilstück unter der Leipziger Straße entfernt. Der Radweg selbst befindet sich derzeit in Planung, erklärt die Pressestelle des Rathauses. "Unter der Voraussetzung der Bereitstellung von Fördermitteln könnte ein erster Bauabschnitt bereits 2021 begonnen werden. Dabei handelt es sich um einen Bereich von der Kalkstraße bis zur Rudolf-Krahl-Straße." Die weitere zeitliche Umsetzung richtet sich laut Rathaus neben der weiteren Mittelbereitstellung auch nach den naturschutzrechtlichen Auflagen und den damit erforderlichen Genehmigungsverfahren.

Die Stadt Chemnitz hatte die insgesamt 13,5 Kilometer lange Bahnstrecke von Wüstenbrand bis Schlosschemnitz/Küchwald von der Deutschen Bahn erworben, um darauf eine sichere und attraktive überregionale Radverkehrsverbindung zu entwickeln. Sie soll größtenteils unabhängig vom übrigen Verkehr sein.

Die im Jahr 1903 eröffnete Bahnstrecke wurde größtenteils für den Güterverkehr genutzt, diente aber auch als Umleitungsstrecke für den Personenverkehr. Nach der Wende verlor die Linie an Bedeutung. Zuletzt wurde die Strecke von Kohle- und Gipszügen für das Heizkraftwerk Chemnitz-Nord sowie von Bauzügen befahren. 2004 legte die Bahn die Strecke still.



Prospekte