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Weniger Platz zum Einkaufen

Wirtschaft Einzelhandelsfläche in Chemnitz wird kleiner - trotzdem weit über Bundesdurchschnitt

Erstmals seit 1997 geht in Chemnitz die Einzelhandelsverkaufsfläche zurück. Dies geht aus den Zahlen des Handelsatlasses 2015 hervor, den die Industrie- und Handelskammer Chemnitz in dieser Woche vorgelegt hat. Demnach sank die Verkaufsfläche im Stadtgebiet von knapp 570.000 Quadratmetern im Jahr 2010 auf etwa 546.000 Quadratmeter in diesem Jahr. Ein ähnlicher Trend sei für den gesamten Kammerbezirk feststellbar gewesen. Der Rückgang sei insbesondere auf die Geschäftsaufgaben größerer Handelsketten zurückzuführen, erklärte Ilona Roth, IHK-Geschäftsführerin Handel und Dienstleistungen. So konnten nicht alle Flächen der ehemaligen Baumärkte Praktiker und Max Bahr nachgenutzt werden. Gleiches gelte für die Drogeriekette Schlecker. Hinzu kämen in Chemnitz die Aufgabe des Akroform-Möbelhauses sowie Toom im Neefe-Park, die allein für 70 Prozent des Rückgangs verantwortlich seien. Dennoch verfügt Chemnitz laut Roth weiterhin über zu viel Verkaufsflächen: 2,25 Quadratmeter je Einwohner liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt (1,5 qm/Einwohner) und auch über den Zahlen von Dresden und Leipzig, die je Einwohner etwa 1,6 bis 1,7 Quadratmeter Einkaufsfläche haben.



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