Wettbewerb - Wo sind die Techniker?

Technikerpreis Fachkräftemangel zusätzlich beherrschendes Thema

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Gastgeber des diesjährigen Wettbewerbsauftaktes des Technikerpreises war das Mitteldeutsche Fachzentrum Metall und Technik, vertreten durch seinen Geschäftsführer Diether Hils (l.). Foto: DPFA/B.F. Kother

"Techniker werden händeringend gesucht, schließlich sind sie, dank ihrer praxisnahen Ausbildung und den betriebswirtschaftlichen Kenntnissen, das perfekte Bindeglied zwischen Meister und Ingenieur", sagte Matthias Rößler, Präsident des Sächsischen Landtags, vergangene Woche in Roßwein. Dort ging mit über 60 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Bildung der Technikerpreis in seine achte Runde.

Absolventen der zum Wettbewerb gemeldeten Fachschulen können bis zum 16. Juni ihre Projektarbeiten bei der DPFA Chemnitz einreichen. Eine Fachjury entscheidet am 19. Juni über die Preisträger, die am 23. Juni im Rahmen einer Festveranstaltung ausgezeichnet werden.

Beherrschendes Thema der Auftaktveranstaltung war der Fachkräftemangel und wie er mittels Ausbildung und Qualifizierung zu Staatlich geprüften Technikern behoben werden kann. "Ihr Platz ist im mittleren Management und genau diese Ebene ist entscheidend für den Erfolg der Wirtschaft", sagte Rößler und betonte: Trotz der großen Zuwanderung der letzten Jahre werde sich beim Thema Fachkräftemangel nichts ändern. "Wer daran glaubt, sitzt einer Illusion auf."

Einer der Projektförderer des Technikerpreises, die DPFA Akademiegruppe, kam mit seiner Hauptgeschäftsführerin Catrin Liebold zu Wort. Sie gab zu bedenken, dass ein nicht unwesentlicher Aspekt des Themas Fachkräftemangel der sei, dass viel zu wenig für eine moderne Berufsausbildung und die damit verbundenen Karrierechancen geworben werde. "Die Tendenz zur Akademisierung wird den Fachkräftemangel nicht beheben."