Wie geht es weiter mit der Chemnitzer Arena?

Vorschlag GGG soll Pächter des Stadions werden - Abstimmung am 20. Juni

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Foto: Harry Härtel

Der Chemnitzer FC, die Insolvenz und der Stadion-Neubau: Die Stadtverwaltung leitet nun das nächste Kapitel ein. Seit Ende letzter Woche ist die Stadtratsvorlage öffentlich, die in den vergangenen Tagen bereits rege diskutiert wurde: Statt dem CFC soll - nach dem Willen von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig und Stadtkämmerer Sven Schulze - künftig die städtische Immobiliengesellschaft GGG Pächter des Stadions an der Gellertstraße sein.

Mieteinnahmen fielen weg

Der CFC könnte sich dann für seine Heimspiele in das für 27 Millionen Euro zur Drittliga-Arena umgebaute Stadion einmieten. Die Stadt würde damit auf gehörige Mieteinnahmen verzichten: Steht im Pachtvertrag des CFC eine Mindestpacht von 180.000 Euro pro Jahr, soll die GGG nur noch 30.000 Euro an die Stadt bezahlen. Im Gegenzug übernimmt sie aber auch die finanziellen Risiken eines Pächters, die unter anderem aus der Bewirtschaftung des Stadions resultieren.

GGG ist wohl unkomplizierteste Lösung

Ob der CFC die vereinbarte Pacht bezahlen könne, stehe angesichts der vor wenigen Wochen erfolgten Insolvenz-Anmeldung infrage, erklärt die Stadtratsvorlage - um den Stadion- wie den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten, soll eine schnelle Lösung her. Und die gäbe es nur mit der GGG, sagt die Vorlage. Der Stadtrat soll am 20. Juni über die Idee abstimmen - gegenwärtig zeichnet sich eine erregte Diskussion zum Beispiel darüber ab, zu welchen Konditionen die Arena auch anderen Vereinen zur Verfügung gestellt werden könnte.

Eine radikale Lösung schlägt Stadtrat Lars Fassmann vor: Man solle das Stadion am besten stilllegen, bis der CFC wieder in einer Profiliga spiele. Das würde zumindest das Bewirtschaftungsrisiko der GGG senken, so Fassmann.