Wunsch nach Gemeinschaft

Auftakt Heute beginnen die 28. Tage der Jüdischen Kultur in Chemnitz

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Foto: Tomaz Levstek/Getty Images

Konzerte, Lesungen, Filme, Führungen und Rundgänge, Tanzworkshops, Ausstellungen und Vorträge - am vergangenen Samstag gingen die Tage der Jüdischen Kultur in ihre 28. Auflage. Bis zum 24. März wird es insgesamt mehr als 70 Veranstaltungen geben. Das Motto der diesjährigen Tage der Jüdischen Kultur lautet Heimat.

"Für uns ist Heimat ein Ort der Sehnsucht, der Kulturen, der Verständigung und des Verständnisses", sagt Egmont Elschner, Vorsitzender des Vereins Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz. Er weist darauf hin, dass Heimat ein Wunsch nach Gemeinschaft, ein Gemeinschaftsgefühl, sei.

Zum realen Verlust der Heimat komme für die Geflüchteten aus Krieg oder Not die Ablehnung der neuen Umgebung. "Einer Verzweiflung folgt die nächste Beängstigung. Und die Angst vor dem Fremden steigert sich zur Verzweiflung mancher Wutbürger", so Egmont Elschner. Der Verein will während der Jüdischen Aktionstage mit spannender Kultur ein intelligentes Zeichen gegen sämtliche Pegida-Bewegungen und Co. setzen.