Zweiter Bauabschnitt für Leichtbau-Bundesexzellenzcluster startet

Neubau Neues Laborgebäude für die Forschung

Mit dem Bundesexzellenzcluster "Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) zählt die Technische Universität Chemnitz zu den Gewinnern der Bundesexzellenzinitiative. In dem bundesweit einzigartigen Projekt arbeiten etwa 100 Wissenschaftler an einer Technologiefusion im Leichtbau.

Erster Bauabschnitt wurde 2015 übergeben

Ihr gemeinsames Ziel ist es, heute noch getrennte Fertigungsprozesse bei der Verarbeitung unterschiedlicher Werkstoffgruppen wie Textilien, Kunststoffe und Metalle zusammenzuführen. Mehrkomponentenbauteile können dann in Großserie kostengünstiger und energieeffizienter produziert werden. Multifunktionalität soll künftig nur in einem Verarbeitungsschritt entstehen.

Im August 2015 wurde der erste Bauabschnitt übergeben. An die Südfassade des Forschungshallenkomplexes soll nun unter der Projektleitung der Chemnitzer Niederlassung des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) ein Laborneubau angeschlossen werden. Im Zuge der Baumaßnahme werden beide Gebäude im Erdgeschoss und erstem Obergeschoss miteinander verbunden. In diesen Geschossen befinden sich künftig Räume für Labore, Besprechungen und Haustechnik. Das Tragwerk des Gebäudes ist in massiver Ortbetonbauweise mit Mauerwerkstrennwänden geplant.

Fertigstellung ist für 2020 vorgesehen

Die Außenwände erhalten eine mineralische Dämmung mit hinterlüfteter Fassade. Die Süd- und Ostfassade erhält in größeren Teilbereichen vor den Fenstern eine zweite Gebäudehülle als vorgestellte Sonnenschutzfassade mit vertikal angeordneten Sonnenschutzlamellen. An der Südseite/Außenseite sind die Labore mit der erforderlichen natürlichen Belichtung eingeordnet.

Die Fertigstellung des Laborgebäudes ist für Mitte 2020 geplant. Die Baumaßnahme wird finanziert durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Steuermittel auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts. Insgesamt werden rund 14,5 Millionen Euro investiert.