Ausbildungsmarkt in Schneeberger Oberschule

Zukunft Verschiedene Berufsfelder werden von regionalen Unternehmen vorgestellt

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Letztes Jahr hat Josephine Finger aus Schneeberg am DAK-Stand bei Carla Hilbig (re.) eine Handkraftmessung durchgeführt. Foto: R. Wendland/ Archiv

Schneeberg. Berufsorientierung mal anders: In der Turnhalle der Oberschule Bergstadt Schneeberg läuft morgen der Ausbildungsmarkt. Dort ist von 15 bis 18 Uhr eine ganze Reihe an regionalen Unternehmen präsent, die Schülern verschiedene Ausbildungsberufe nahebringen. "Wir haben bewusst ganz verschiedene Leute eingeladen, um wirklich die Vielfalt der Berufswelt zu zeigen und die Anforderungen aufzuzeigen.

Es ist wichtig, dass sich die jungen Leute zeitig genug umschauen und mit den Ausbildungsbetrieben ins Gespräch kommen", erklärt Schulleiterin Conny Kallweit. Angeschrieben hat die Schule über 50 Unternehmen. Fast 40 Institutionen, Handwerker und Gewerbetreibende sind es jetzt, die interessante und mitunter schon fast vergessene Berufe vorstellen. Aussteller haben in Schneeberg ein breites Publikum an jungen Leuten. Die Messe ist nicht schulintern. Es können auch Interessierte von außen dazukommen, die sich orientieren wollen, Fragen zu bestimmten Berufsbildern haben oder auf der Suche nach einer Lehrstelle oder einem Praktikumsplatz sind.

Heutzutage braucht man mehr als einen Beruf

Berufsorientierung spielt an der Oberschule Bergstadt Schneeberg eine wesentliche Rolle. "Neu ist, das Kooperationsnetzwerk gewechselt haben", erklärt Conny Kallweit: "Wir sind nicht mehr im regionalen Kooperationsnetzwerk der Wirtschaft im Kreis Aue-Schwarzenberg, sondern arbeiten jetzt mit dem Bildungswerk der Sächsischen Wirtschaft in Schwarzenberg zusammen. Diese Zusammenarbeit funktioniert richtig gut."

Das System, was dort gefahren wird, ist wie eine Pyramide aufgebaut: Von anfänglich einem sehr breiten Spektrum an Berufsfeldern, verdichtet sich das Ganze bis zur 10. Klasse immer mehr auf zielgerichtete Berufe. "Die Schüler können so in die verschiedensten Bereiche reinschauen", erklärt Kallweit. Das sei wichtig: "Meist ist es so, dass sich viele Schüler auf einen Beruf fixieren und wenn sie den nicht bekommen, fallen sie in ein Loch, weil sie keine Alternative dazu haben." Man schaue darauf, dass man zwei Berufe auswählt, die entgegengesetzt sind. Kallweit ist fast sicher, dass die jungen Leute heute mehrere Berufe erlernen müssen. Ganz einfach deshalb, weil die Schnelllebigkeit der Berufswelt enorm ist. Dinge, die Auszubildende heute lernen, gibt es in 15 Jahren vielleicht gar nicht mehr.