Bau des Sonnenlofts Adorf soll noch in diesem Jahr beginnen

neubau Die nächsten neuen Häuser sind bereits in Planung.

Adorf. 

Adorf. 2018 hat die Kunze-Gruppe die ehemalige Strumpffabrik in Adorf gekauft, um neue Wohnungen zu bauen. Die genauen Planungen dafür begannen im vergangenen Jahr, auch der Baubeginn war für diesen Zeitraum angestrebt. Weil das Landesamt für Denkmalschutz das Gebäude zum Industriedenkmal erklärte, mussten die Pläne nochmals angepasst werden. "Wir müssen sicherstellen, dass die Außenansicht weitgehend erhalten bleibt und deswegen von Anbauten wie Laubengängen oder Fahrstühlen absehen", erzählt Rüdiger Kunze, der Geschäftsführer der Investorengruppe. Die Umplanung hat einige Zeit in Anspruch genommen, sodass der Baubeginn 2019 nicht eingehalten werden konnte.

Rüdiger Kunze rechnet damit, im April die Baugenehmigung zu erhalten. Anschließend beginnt der Verkauf der Wohnungen, der Umbau soll noch in diesem Jahr beginnen. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2021 angestrebt, dann sollen auch die ersten Bewohner einziehen können.

Individuelle Raumaufteilung möglich

In dem Gebäude entstehen 34 Zwei- bis Vier-Raum-Wohnungen, die zwischen 80 und 155 Quadratmeter groß sind. Zudem wird es über zwei Fahrstühle verfügen. 20 Wohnungen erstrecken sich über zwei Geschosse, die anderen sind barrierefrei. "Die Raumaufteilung kann mit den Käufern noch individuell angepasst werden", sagt der 53-Jährige.

Der Großteil der Wohnungen hat einen Reihenhauscharakter, 20 von ihnen einen eigenen Außeneingang. Des Weiteren entsteht eine gemeinschaftliche Spielwiese mit Grill- und Wäscheplatz.

Die Wohnungen werden alle mit Fußbodenheizungen ausgestattet, zudem gehört zu jeder Einheit eine Garten- oder Dachterrasse oder Loggia sowie zwei Carports. Auf das Dach wird ein drittes Obergeschoss mit Penthouse-Wohnungen und einer Photovoltaikanlage gebaut.

Die Investitionssumme für das Sonnenloft beläuft sich auf zehn Millionen Euro. Aufgrund der hohen Baukosten liegt der Preis für Käufer bei mehr als 3000 Euro pro Quad-ratmeter. "Weil das Gebäude denkmalgeschützt ist, lässt sich mit dem Kauf eine große Summe an Steuern sparen, da eine Abschreibung über zwölf Jahre möglich ist", erklärt Rüdiger Kunze.

Weitere Reihenhäuser geplant

Wenn die Arbeiten am Sonnenloft abgeschlossen sind, entstehen im zweiten Bauabschnitt noch zwölf Reihenhäuser zwischen dem Sonnenloft und der Theodor-Körner-Straße. Die Kunze-Gruppe hat dafür schon die Baugenehmigung mit beantragt, der Baubeginn wird aber frühestens 2022 erfolgen.

Das Sonnenloft war früher eine Strumpffabrik der Familie Lohse, die von 1907 bis zum Zweiten Weltkrieg in Betrieb war. Nach dem Krieg wurde es zunächst als Medizinlager genutzt, nach der Wiedervereinigung war dort noch eine an-dere Firma ansässig.