Bockauer schieben die Pyramide an

Adventszeit Tradition wird im Ort weiter gepflegt

So langsam hält überall so eine weihnachtliche Stimmung Einzug. Der erste Schnee ist gefallen, die Temperaturen werden frostig und man beginnt die eigenen vier Wände weihnachtlich zu gestalten. Mit Blick auf den ersten Advent diesen Sonntag ist das ganz normal. Auch wenn man noch vor zwei Wochen, bei fast schon spätsommerlichen Temperaturen, keinen Gedanken an Weihnachten verschwendet hat, rückt das Fest jetzt doch mit riesen Schritten immer näher. In der Gemeinde Bockau steht der Höhepunkt der Adventszeit diesen Sonntag an. Dann nämlich wird im Ort die Pyramide angeschoben. Das hat Tradition und wird auch in diesem Jahr so zelebriert.

Der Pyramidenanschub zum 1. Advent beginnt 14 Uhr. Das feierliche Anschieben der Bockauer Ortspyramide wird durch den Bürgermeister Siegfried Baumann vollzogen. Es ist ein kleiner Akt, der aber für die Bockauer eine große Bedeutung hat, denn damit wird die Adventszeit offiziell eingeläutet. Das Anschieben wird durch Blasmusikanten und Chorsänger umrahmt. Die kleinen Bockauer können im Laufe des Nachmittags gespannt sein, denn dann hat sich Bockau Besuch angekündigt. Knecht Ruprecht und sein Weihnachtsengel werden gegen 14:45 Uhr erwartet. Für das leibliche Wohl ist am Sonntag bestens gesorgt. Bockauer Vereine und Gewerbetreibende haben einiges vorbereitet und laden Besucher herzlich ein. Der kleine aber feine Adventsmarkt hat in der Zeit zwischen 14 und 18 Uhr geöffnet. Dort findet man, für einen Weihnachtsmarkt Typisches. Dort steigt Besuchern der Duft von Glühwein in die Nase und am Grillstand legt man Bratwurst auf. Für die Bockauer ist das Pyramiden-Anschieben ein kleines Fest, wo man sich im Ort trifft und gemeinsam die Weihnachtszeit einläutet. Man kann sagen, der gesamte Ort auf den Beinen. Man nutzt die Zeit auch, sich auszutauschen. Man pflegt in Bockau eine Tradition, die über Jahre gewachsen ist. Yves Reißig gehört zur Schnitzgruppe Bockau. Die Mitglieder dort kümmern sich im die Ortspyramide. "Wir treffen uns immer freitags von 17 bis 20 Uhr. Wir pflegen die Tradition, die schon viele Hundert Jahre alt ist", erklärt Reißig. Zum Verein gehören auch einige Kinder an die man das Handwerkliche weiterreicht. Die Pyramide bestückt, haben die Schnitzer bereits.