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Vogtland

Die Geschichte eines Pioniers der deutschen Automobilindustrie

Biografie Prof. Dr. Carl Hahn erzählt über das Leben seines Vaters

Marienberg. 

Marienberg. Der ehemalige Vorstandvorsitzende der Volkswagen AG, Prof. Dr. Carl Horst Hahn, war vor wenigen Tagen im Freizeit- und Kulturzentrum Baldauf Villa in Marienberg zu Gast. In einem zweistündigen Vortrag mit anschließender Diskussions-Runde stellte der 92-jährige Manager sein Buch DKW Hahn vor, 2016 erschienen.

Eine Biografie über seinen Vater, den Chemnitzer Manager Carl Hahn, Pionier der deutschen Automobilindustrie. Dieser hatte während der auch in Deutschland grassierenden Weltwirtschaftskrise in den 30er-Jahren die Finanzierungs-Variante ins Spiel gebracht, und damit weiter Motorräder und Autos von DKW und später der Auto Union abgesetzt, auch wenn das Geld knapp war.

Enge Verbindung zu Sachsen

Der 92-jährige Gastredner ist nach wie vor weltweit als Berater unterwegs. Seine schiere Erfahrung ist gefragter denn je. Mit Sachsen und seine Menschen fühlt sich der gebürtige Chemnitzer noch immer eng verbunden. So setzte er sich nach der Wiedervereinigung als VW-Vorstandsvorsitzender für den Standort Zwickau ein für das neue VW-Werk. Daneben unterhält Prof. Dr. Hahn Kindergärten und Schulen in Deutschland.

Auch der Motorsport hat es ihm angetan. Mit seinem Vater besuchte er 1933 erstmals das Marienberger Dreieckrennen und lernte dabei persönlich den späteren Auto-Union Rennwagenfahrer Bernd Rosemeyer kennen. Absolute Stille herrschte im Saal, der nahezu aus allen Nähten platzte, während der Wirtschaftsprofessor über das Leben mit seinem Vater erzählte. Die Zuhörer sogen auch seinen Erfahrungsschatz regelrecht in sich auf.