Diese Kunstwerke sollen nicht verstauben

KUNST Mauersbergerin möchte Bilder ihres Vaters der öffentlich machen

Mauersberg. 

Mauersberg. Renate Schuffenhauer hütet einen Schatz. So bezeichnet sie die Bilder, die ihr Vater gemalt und gezeichnet hat. Martin Dost hat vor allem Landschaften und Porträts angefertigt. "Sie sind viel zu schade, um irgendwo zu verstauben. Ich fände es schön, wenn die Leute sie sehen könnten", sagte die Mauersbergerin. Sie würde sich freuen, wenn die Bilder ihres Vaters so wie vor kurzem in Olbernhau geschehen in Ausstellungen hängen.

Teil der Bilder entstand in den USA

Bereits auf dem ersten Blick fällt auf, dass der 2004 verstorbene Martin Dost mit großer Leidenschaft und viel Liebe zum Detail gemalt und gezeichnet hat. Einige seiner Porträts sehen flüchtig betrachtet wie Fotos aus. Dabei hat er in jedem Menschen ganz liebevoll die innere Schönheit entdeckt. Ob es sich dabei um eine junge Frau, ein Kind oder um alte Menschen handelt, spielt dabei keine Rolle. Ein Teil der Bilder entstand in den USA. Dort verbrachte er nach dem Zweiten Weltkrieg zwei Jahre in Gefangenschaft. Sein künstlerisches Talent bewahrte ihn immer wieder vor direkten Fronteinsätzen.

"Er musste oft Porträts für seine Vorgesetzten malen", weiß seine Tochter aus den Erzählungen. Die gemalten Landschaften entführen seine Betrachter auf eine Reise zu Martin Dosts Lieblingsplätzen. Diese befinden sich sowohl in seiner geliebten Heimat als auch in weiter Ferne. Die Alpen haben ihn immer fasziniert, wie einige seiner Werke beweisen. Viele seiner Bilder hängen in mehreren Mauersberger Wohnstuben. Neben seinen Bildern erinnert auch das große mechanische Bergwerk im Museum für bergmännische Volkskunst in Schneeberg. Er steht für die Bastelleidenschaft des Mauersbergers.