Eine Königliche Audienz: Die Prinzen in Marienberg

Konzert Fast 700 Besucher zeigen sich textsicher.

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Das Kirchenschiff war beim Konzert der Prinzen komplett gefüllt. Foto: Dirk Trautmann

Marienberg. Die Ankündigung kurz vor Konzertbeginn sagte gleich alles aus: "Willkommen zur königlichen Audienz bei den Prinzen". Und anstehen mussten die Besucher bis weit in die Marienstraße hinein, um in die St. Marienkirche zu kommen.

"Wir haben die Cds zu Hause und kennen die Prinzen seit Nach-Wende-Zeiten", erzählten Ines und Torsten Köthe. Die Prinzen waren damals, Anfang der 1990er, Balsam für die angeschlagenen Ostdeutschen: Fünf junge Leipziger, die mit ihrem Können, mit ihren Stimmen Erfolg haben und auch den Westen rocken!

"Die waren ein Phänomen, die haben auch im Westen eingeschlagen", sagen Ines und Torsten Köthe aus dem Marienberger Ortsteil Gebirge, die einen besonderen Grund haben, sich zu freuen: "Wir sehen die Prinzen zum 1. Mal, wir haben uns die Karten zu Weihnachten geschenkt und wir feiern heute unseren 28. Hochzeitstag!"

Hit auf Hit

"Hoffentlich singen sie nicht nur ihre Popsongs", sagte eine Pobershauerin kurz vor Konzertbeginn - und ihr Wunsch wurde sofort erfüllt, wenn auch nur für kurz. Mit dem Kirchenlied "Ein feste Burg ist unser Gott", natürlich a capella gesungen, begannen Die Prinzen ihr knapp zweistündiges Konzert, danach folgte Hit auf Hit.

"Mann im Mond", "Alles mitm Mund", natürlich "Gabi und Klaus". Mit "Es war nicht alles schlecht", streichelten die fünf Leipziger die ostdeutsche Seele, zwischendurch wurde Tobias Künzel, der Blonde, der schlanker ist als Sebastian Krumbiegel, gefeiert, weil er Geburtstag hatte.

Im Résumé: Es gibt Wiederholungsbedarf

Neure Lieder wurden vom Publikum artig beklatscht, aber so richtig ging die Post ab mit dem Dreiklang kurz vor Schluss: "Millionär", "Küssen verboten" und "Alles nur geklaut", das Publikum sang lauthals mit und applaudierte im Stehen.

"Dass es so gut werden würde, hatte ich nicht gedacht. Die sprechen mit ihrer Musik aus ihrem Herzen", fasste Ines Köthe den Abend zusammen und Conny Jahn, die mit Kerstin Oestreich-Solitair und Mandy Fritzsch auch aus dem Gebirge in die Marienkirche gekommen war, ergänzte: "Das war ganz toll. Die Jungs sind total authentisch und haben mich beeindruckt. Ich werde wieder zu einem Konzert gehen der Prinzen gehen."