Feuerwehren proben den Ernstfall

Rettung Zusammenspiel der Wehren muss funktionieren

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Gruppenführer Rainer Schubert von der Oelsnitzer Wehr. Foto: Ralf Wendland

Oelsnitz. Die Freiwilligen Feuerwehren von Oelsnitz, Lugau und Neuwürschnitz haben in Oelsnitz eine gemeinsame, groß angelegte Rettungsübung gefahren. Das Szenario sah so aus, dass es in einem mehrgeschossigen Haus zu einer unbekannten Rauchentwicklung kam und sich im Gebäude 14 Personen befanden, die in Sicherheit gebracht werden mussten.

Die 70 Kameraden, die alarmiert wurden, wussten beim Ausrücken nicht, dass es sich um eine Übung handelt. Enrico Stache, der stellvertretende Wehrleiter der Oelsnitzer Wehr und Einsatzleiter bei der Übung, sagt: "Solche Übungen sind wichtig, um zu trainieren, den Umgang mit den Gerätschaften auf dem Stand zu halten und Strategien zu entwickeln, wie man im Brandfall im Objekt vorgeht." Noch viel wichtiger sei aber das Zusammenspiel zwischen den Wehren und das könne man bei solch einem Übungseinsatz sehr gut durchspielen.

Gefakte Einsätze zur Übung sind wichtig

Marleen Clauß ist Wehrleiterin in Oelsnitz und hat sich das Szenario überlegt. Sie sagt: "Das Training dient dazu, dass man Fehler aufdeckt und sie abstellt, damit sie im Ernstfall gar nicht erst passieren." Mindestens eine derartige Großübung sei im Jahr angesetzt. Dabei versucht man alle Eventualitäten durchzuspielen, um gerüstet zu sein.

Die Oelsnitzer Wehr, so Enrico Stache fahre im Jahr durchschnittlich zwischen 60 und 70 Einsätzen. Ein Viertel davon seien Brände und vermutete Brände, wenn Brandmeldeanlagen Alarm geben.