Forderung: "Gleiches Geld für gleiche Arbeit"

Streik Mitarbeiter des DRK Stollberg fühlen sich unfair behandelt

Foto: Jens Uhlig

Stollberg. André Urmann von Verdi und 16 Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes haben sich am heutigen Mittwoch vor der Geschäftsstelle des DRK in Stollberg zum Streik versammelt. "Unser Ziel ist ein Tarifvertrag mit dem DRK Stollberg", so Urmann. Die Streikenden forderten gleiches Geld für gleiche Arbeit. Wie Urmann berichtet, bekommen die Retter in der Umgebung, wie zum Beispiel im Kreis Aue-Schwarzenberg oder Chemnitz bis zu 30 Prozent mehr Geld.

Wo bleibt die Gleichberechtigung?

Die Gewerkschaft konnte bisher nur einen Teil für ihre Mitglieder umsetzten: Im ersten Schritt bekamen die Retter mehr Geld. Seit der Forderung nach einem Tarifvertrag meldete sich der Arbeitgeber bisher seit September nicht mehr. Notfallsanitäter David Hiekel ist von seinem Arbeitgeber enttäuscht. "Wir wollen lediglich das, was unsere Kollegen in Chemnitz oder Schwarzenberg verdienen. Aus welchem Grund werden wir vom DRK in Stollberg schlechter behandelt".

Rettungssanitäter Jan Weber ergänzt: "Wegen der schlechten Bezahlung haben wir bereits viele gute Kollegen an andere Rettungsdienste verloren." Das DRK in Stollberg hatte im laufenden Jahr bereits die Gehälter verbessert. Die teilweise gigantischen Einkommensunterschiede blieben.

Ein Rettungsassistent erhält beispielsweise in Stollberg nach 15 Jahren im Beruf 2.442,41 Euro Grundgehalt. In Schwarzenberg sind nach 15 Jahren bereits 3.000,00 Euro monatlich drin. Lediglich bei den Arbeitszeiten ist das DRK in Stollberg Spitzenreiter. Mit durchschnittlich 48 Stunden sind die Stollberger Retter wöchentlich etwa 10 Prozent länger im Dienst als ihre Kollegen in Chemnitz.