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Helmut Brückner wurde für sein Mammutprojekt hoch geehrt

Preisträger Geyerdorfer erhielt Sächsischen Landespreis für Heimatforschung

Annaberg-B. 

Annaberg-B./Geyersdorf. Helmut Brückner ist eine echte Koryphäe. In einem Mammutprojekt hat der 67-Jährige die Historie von Geyersdorf aufgearbeitet und dafür am 8. November in Dresden eine hohe Ehrung erhalten. Für sein Buchprojekt "Dorfgemeinschaft" wurde ihm vom Staatsministerium für Kultus und dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz der Sächsische Landespreis für Heimatforschung 2019 verliehen. Mit dem Projekt dringt Helmut Brückner tief in die Historie des Ortes ein. In akribischer Kleinarbeit recherchierte er die gesamte Bevölkerung von Geyersdorf von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Beginn der Industrialisierung in der Mitte des 19. Jahrhunderts.

"Auf den Preis bin ich ein stückweit stolz"

Sein vorrangiges Ziel war es, eine sichere Arbeitsgrundlage für weitergehende Forschungen und Auswertungen zu schaffen. In den Jahren 2012 bis 2014 wertete er Geyersdorfer Kirchenbücher aus, die zwischen 1613 bis 1800 verfasst wurden. Danach folgte die Selektierung der Daten nach inhaltlichen Komplexen wie Herkunft, Beruf, Stand, Immobilienbesitz und Berufsgruppen. So entstanden zwischen 2014 und 2019 chronologische Datenreihen sowie Kurzbiografien zu den jeweiligen Personen und Familien. Die gesamte Dokumentation umfasst sechs Bände mit jeweils zirka 320 Seiten.

Helmut Brückner selbst meint dazu: "Ich bin Langstreckenläufer, bei mir geht's durch bis zum Schluss. Auf den Preis bin ich ein stückweit stolz, da ich etwas erledigen konnte, was es in dieser Form noch nicht gibt." Oberbürgermeister Rolf Schmidt gratulierte persönlich und würdigte die fundierte wissenschaftliche Arbeit als einen echten Schatz für die Stadt Annaberg-Buchholz.

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