In Zschopau fliegen wieder die Golfbälle

Sport Neun-Loch-Anlage ist seit Montag wieder geöffnet

Zschopau. 

Zschopau. Wie viele andere Sportler freuen sich auch die Golfer darüber, dass Aktivitäten unter freiem Himmel endlich wieder erlaubt sind. Durch die Lockerung der Corona-Beschränkungen können sie wieder ihrer Leidenschaft nachgehen. "Darauf habe ich lange gewartet", sagt Udo Möckel, der diese Woche zu den ersten Spielern auf der Zschopauer Neun-Loch-Anlage gehörte. Der 53-Jährige meint mit seiner Aussage nicht nur das Schwingen der Golfschläger, sondern das gesamte Flair, das mit diesem Hobby verbunden ist. "Golf ist immer wieder aufs Neue eine mentale Herausforderung", beschreibt Udo Möckel die Faszination, die ihn antreibt.

Abschalten in der Natur

Zwar ist der Frust auch mal groß, wenn der Ball ganz anders fliegt als geplant. Aber die Kombination aus Konzentration, Koordination und Bewegung an der Natur ist für den Hobby-Spieler ein wichtiger Teil seiner Freizeit. "Man ist fixiert, lässt sich nicht ablenken und schaltet dabei völlig ab", erklärt Möckel. Diese Erfahrungen helfen ihm, "auch mit anderen Problemen im Leben besser umzugehen". Dementsprechend groß war die Enttäuschung, seit Mitte März nicht spielen zu können. Seit Montag können Udo Möckel und die vielen anderen Spieler auf dem Zschopauer Golfplatz nun wieder "runterkommen" - natürlich unter Einhaltung der Corona-Regeln.

Vier Bundesländer warten noch

Bei kaum einer Sportart dürfte der Mindestabstand von 1,5 Metern so leicht einzuhalten sein wie beim Golf. Schließlich spielt auf den Bahnen immer jeder für sich - entweder ganz allein oder in kleinen Gruppen. Gegner ist nicht der andere Spieler, sondern der Platz, der es in Zschopau aufgrund der Hänge und Neigungen in sich hat. "Es ist einer der schwierigsten Plätze, die ich je erlebt habe", sagt Udo Möckel dazu. Aber er spielt gern im mittleren Erzgebirge, auch wenn das Klubhaus aufgrund der Corona-Richtlinien derzeit noch geschlossen ist. Die Grüns sind in einem tollen Zustand. Und die Golfer sind froh, überhaupt spielen zu dürfen. Schließlich ist das immer noch keine Selbstverständlichkeit, denn vier Bundesländer haben noch kein grünes Licht gegeben. In Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen darf frühestens am 10. Mai gespielt werden.