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Karussell bringt Kinderaugen zum leuchten

Ausstellung Drebacher präsentiert zur Osterschau sein Schmuckstück

Es ist erstaunlich, dass die Osterschau im Gelenauer Depot Pohl Ströher immer wieder mit Neuheiten punktet. In der diesjährigen Auflage dreht es sich bis zum 10. April nicht nur um Schmuck- und Künstlereier sowie filigrane Stroharbeiten, sondern auch um die große Szene "Frühlingsfest der Bären". Neu und nur in der jetzigen Schau zu sehen ist ein historisches Karussell mit ausgefallener Mechanik. Das kleine "Wunderwerk" ist eine weitere Leihgabe aus Drebach.
 Stolzer Besitzer und Erbe des Karussells ist Gerald Hofmann, der Enkel des ehemaligen Eigentümers dieser großen mechanischen Reitschule. Er hat sie eigenhändig in den Depoträumen aufgebaut und verrät: "Mein Großvater, Willy Melzer, hat das um 1925 in Großolbersdorf gebaute, einmalige Stück in den 1940iger Jahren käuflich erworben. Seitdem wird es jährlich zur Weihnachtszeit im Haus der Familie aufgebaut und ist als 'Melzer-Karussell' bekannt. Die Besonderheit besteht im originalgetreuen Ablauf, also mit Stopp- und Anfahrtssignal und Pause zum Ein- und Aussteigen." Jedes Jahr zur Weihnachtszeit baut also Gerald Hofmann das imposante Schmuckstück höchstpersönlich auf. Der Aufwand ist groß, denn immerhin gehören 16 Pferde, vier Kähne und die Puppen dazu. 144 Glühbirnen müssen außerdem leuchten. Und da Gerald Hofmann Elektriker ist, war es für ihn auch nicht schwer, all die Birnen auf eine 6 Volt starke Fahrradbeleuchtung umzustellen. Wenn sich das Karussell im Depot dann dreht und die Lampen glimmen, dann leuchten vor allem auch die Kinderaugen. Zu bestaunen gibt es dies alles Freitag - Sonntag und Ostermontag jeweils 10 bis 18 Uhr.