Minimalistische Formen in der Böttcherfabrik

Björn Köhler präsentiert: "Mit Bleistift, Pinsel und Drehmeißel"

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Björn Köhler mit seiner Weihnachtskrippe, die ihm 1995 einen Preis bei Tradition und Form eingebracht hat. Foto: Jan Görner

Pobershau. Björn Köhlers Figuren sind unverwechselbar. Das ist in der Ausstellung "Mit Bleistift, Pinsel und Drehmeißel" in der Böttcherfabrik gleich auf den ersten Blick zu sehen. Der Eppendorfer lässt minimalistische Formen für sich sprechen. Diese sind der Natur entlehnt und sprechen für sich. Tropfen und Blätter sind nur einige davon. Sie kommen immer wieder in abgewandelter Form zum Einsatz. "Viele bezeichnen meine Figuren als modern. Das sind sie aber schon seit etwa 30 Jahren", sagte er. Traditionelles Handwerk vereint der Kunsthandwerker mit zeitlosem Erscheinungsbild. Gearbeitet wird in seiner Manufaktur ausschließlich von Hand. Schon mehrfach hat er damit die Jury des Wettbewerbes "Tradition und Form" beeindruckt. Die Ausstellung zeigt gleich mehrere prämierte Figuren und Ensembles. Dazu gehört die große Krippe, mit der Björn Köhler den Wettbewerb bereits 1995 gewann. Seine Weihnachtsmannserie brachte ihm 2004 und 2014 Preise beim Wettbewerb "Tradition und Form" ein. Mit dem Schachspiel steht ein weiteres Preis gekröntes Objekt in der Ausstellung der Böttcherfabrik. Die Figuren messen etwa 35 Zentmeter in der Höhe. Sie sind geprägt von abstrahierten minimalistischen Formen. Für die farbliche Gestaltung verwendet Björn Köhler meist Beizen, die mit Pinseln aufgetragen werden. Das ermöglicht ihm, die Maserung sichtbar zu lassen und ganz gezielt für das Design einzusetzen. Zu sehen ist eine Auswahl seiner Arbeiten bis zum 26. Februar freitags bis sonntags sowie an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr.