Neue Kultur der Bestattungsform in Schwarzenberg

BAUREPORT Einweihung eines Kolumbariums auf Zentralfriedhof

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Friedhofsgärtner Marcus Hüllenhagen zeigt, wie die Nischen des Kolumbariums mit Granitplatten verschlossen werden. Foto: Armin Leischel

Schwarzenberg. Bereits am 24. Oktober 2016 beschloss der Schwarzenberger Stadtrat die Errichtung eines Kolumbariums für die kommunalen Friedhöfe der Stadt Schwarzenberg auf dem Zentralfriedhof als weitere Bestattungsform. Die Anregung dazu kam vom Bestattungshaus Müller, nachdem von Bürgern entsprechende Anfragen kamen.

Im Stadtrat diskutiert und nun umgesetzt

Die neue Anlage wurde im Beisein von Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer und Bestattungsunternehmen am 4. Oktober eingeweiht. Drei Stelen mit jeweils 16 Kammern, in denen bis zu zwei Urnen oder drei Aschekapseln Platz finden wurden für eine Summe von rund 80.000 Euro errichtet. Weitere mögliche Stelen sind bereits konzipiert und können auf den vorbereiteten Standflächen errichtet werden. Weitere Bauabschnitte erfolgen nach Bedarf.

Die Säulen und Tafeln, mit denen die Nischen verschlossen werden, bestehen aus Granit. Friedhofsgärtner Marcus Hüllenhagen demonstrierte, wie die Nischen des Kolumbariums mit speziellen Werkzeugen geöffnet und wieder verschlossen werden können. "Wir ermöglichen auf unserem Zentralfriedhof diese neue Bestattungsformen, die in unserer Region noch nicht so verbreitet ist. Deshalb wurde die Form ausgiebig im Stadtrat diskutiert und schließlich umgesetzt. Der Standort des Kolumbariums ist jetzt wie die Urnenanlage am Gemeinschaftsbaum", sagte die Oberbürgermeisterin. Pfarrer Rolf Scholz stellte mit einem Gebet die Anlage "unter den Schutz und Segen Gottes".