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Orchideen-Pracht im Lengefelder Kalkwerk

Natur Viele schutzwürdige Pflanzen und Tiere im Kalkgebiet

Lengefeld. 

Lengefeld. Tausende Orchideen blühen derzeit auf der Bruchsohle des Lengefelder Kalkwerkes. Das Areal ist vom Freistaat Sachsen als eigenständiges Fauna-Flora-Habitat ausgewiesen worden. Das Kalkgebiet besticht demnach durch eine Vielzahl an seltenen Pflanzen- und schutzwürdigen Tierarten.

Das Gefleckte Knabenkraut blüht in Violett und Weiß. Es gilt als botanische Kostbarkeit. Roberto Sachse vom Team der Einrichtung geht davon aus, dass die Blütenpracht die nächste 14 Tage noch aushält. Er kann auch von einem erfolgreichen Pilotprojekt berichten. Vor zwei Jahren hatte das Team auf etwa 15 Metern den Mutterboden abtragen lassen. Auf diese Weise wollten sie der Kohlkratzdistel beikommen. Sie ist sehr dominant und würde die Orchideen verdrängen.

Hier ist alles 100 Prozent natürlich

Im Projektbereich ist die Kohlkratzdistel tatsächlich verschwunden. Das Gefleckte Knabenkraut kann so ungehindert gedeihen. Mit dem Sumpf-Läusekraut hat sich sogar eine neue seltene Art hinzugesellt. Auf dem etwa 300 Meter langen Fußweg vom Museum zur Bruchsohle gibt es ebenfalls so manche für das Erzgebirge typische Pflanzenart zu sehen. Dieser ist als Naturlehrpfad ausgewiesen. Künstlich angelegt ist er nicht.

Roberto Sachse geht immer im Frühjahr schon auf die Suche, nach den Pflanzenarten, die er beschildern möchte. Zu den meisten weiß er auch eine interessante Geschichte zu erzählen. Wer möchte kann die Wiese im Rahmen einer Führung durch das Museum in Augenschein nehmen. Dafür sollten sich Interessenten unter Tel. 037367 2274 im Museum anmelden.



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