Räte denken über neue Kindertagesstätte nach

Gemeinderat Amtsberger entscheiden: Altes Rathaus wird abgerissen

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Foto: kali9/Getty Images

Weißbach. Der Abriss des alten Rathauses in Weißbach ist endgültig beschlossen. Das Gebäude an der Ortsdurchfahrt hat keine Zukunft mehr. Zu verbaut, zu beschädigt, lautet die Diagnose.

Keine Rettung in Sicht

Die Amtsberger Gemeindeverwaltung will nun die Fördermittel für den Abriss nutzen, die bereits bewilligt worden sind. Zuvor war noch einmal alles versucht worden, um das Haus neben der ehemaligen Mittelschule zu retten. Doch ein Umbau zu einer Krippe, einem Hort oder einem Vereinshaus wäre der Gemeinde zu teuer gekommen, nicht nur deshalb, weil ein neues Dach nötig ist. Ein Architekt hatte Kosten von bis zu 1,5 Millionen Euro für die Sanierung errechnet.

Der Entscheidung zum Abriss war im Amtsberger Gemeinderat eine längere Diskussion um die Zukunft des Hauses und um die der Weißbacher Ortsmitte vorausgegangen. Die besteht neben dem Rathaus aus der Mittelschule, der Anfang der 2000er-Jahre eröffneten Sporthalle, dem Sportplatz, der Kita "Knirpsenland" und der ehemaligen Sparkasse. Für die alte Sparkasse wurde eine Lösung gefunden. Dort praktiziert eine Allgemeinmedizinerin.

Weißbacher brauchen eine neue Kita

Bürgermeister Sylvio Krause erklärte, dass man in der Kita an die Grenzen stoße. Zum einen seien die Brandschutzauflagen hoch, zum anderen steige die Kinderzahl. "In den nächsten fünf Jahren müssen wir eine neue Kita für Weißbach planen", so Krause.

Dafür werde Platz benötigt. Das sieht auch Gemeinderat Frank Bellmann so: "Wir müssen uns über einen Neubau für die Einrichtung unterhalten. Das alte Rathaus zu erhalten lohnt sich aber nicht." Auch für Matthias Thum steht fest: "In der Kita muss was gemacht werden. Das Rathaus ist dafür zu klein. Wir brauchen eine Zukunft für die Weißbacher Ortsmitte."