Sanierung der Lugauer Kreuzkirche begonnen

Bauprojekt Seit Januar rollen die Bagger

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Im Januar diesen Jahres wurde mit der Sanierung der Lugauer Kreuzkirche begonnen. Foto: Georg Dostmann

Lugau. Anlässlich des 150-jährigen Grubenunglücks in der Neuen Fundgrube in Lugau findet am ersten Juli diesen Jahres am Gedenkstein vor der Kreuzkirche eine Gedenkfeier statt. Damals ereignete sich ein Schachtbruch, woraufhin 101 Bergleute eingeschlossen wurden. Erfolglos versuchte man die Hilfesuchenden zu erreichen, wenig später wurden die Rettungsarbeiten eingestellt.

Durchgeführt wird die Veranstaltung von der Stadt Lugau, dem Bergbaumuseum Oelsnitz und der Knappschaft Lugau-Oelsnitz. Die Stadt Lugau kümmert sich dabei im Vorfeld um die Gestaltung des Außengeländes. "Nach der Gedenkfeier findet um 14 Uhr noch zusammen mit dem Bischof der Landeskirche Sachsen, Dr. Carsten Rentzing, ein Gottesdienst statt", erzählt Sabine Hacker, Pfarrerin der evangelisch- lutherischen Kirchgemeinde Lugau-Niederwürschnitz.

Im Zuge der Neugestaltung des Außengeländes wurde angestrebt, auch die Kirche von außen zu sanieren. Der letzte komplette Um- und Ausbau des Außengeländes fand 1906 statt. Die Außenfassade wurde zuletzt 1954 bis 1956 erneuert. 1993 wurde die Kirche innen sowie 1999 der Glockenturm und die Orgel saniert

"Die Gesamtkosten für Kirche und Außengelände belaufen sich auf insgesamt 625.000 Euro", berichtet Jan Jacob, Bauamtsleiter der Stadt Lugau. 150.000 Euro kommen vom Denkmalschutzprogramm VI des Bundes, weitere 150.000 Euro vom Denkmalschutz Sachsen, 50.000 Euro von der Stadt Lugau, 260.000 Euro von der Kirchgemeinde und der Landeskirche sowie 15.000 Euro an Spenden und Eigenleistungen. Mit dem Geld wird der Außenputz erneuert, Sandsteinelemente aufgearbeitet, Treppen gerichtet, Fenster erneuert, Türen aufgearbeitet und das Außengelände neu gestaltet.

Die Kirche in Lugau bietet Platz für etwa 400 Besucher und verfügt über einen alten Glockenturm und eines der ältesten Geläute. Die Glocken sind mehr als 500 beziehungsweise 700 Jahre alt und hängen nicht im Kirchturm.