Speedcarving: Künstler schwingen die Kettensägen

Kunsthandwerk In Gelenau flogen beim Kettensägen-Treffen Späne auch für den Ort

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Bürgermeister Knut Schreiter (l.) und Peter Duus freuten sich über die vielen Besucher. Foto: Ilka Ruck

Gelenau. Knut Schreiter ist nicht nur Bürgermeister in Gelenau, sondern zugleich ein begnadeter Auktionator. Das bewies er am vergangenen Wochenende beim 4. Gelenauer Kettensägen-Event. Initiiert von Peter Duus, veranstalteten erzgebirgische Holzgestalter und ihre Gäste an beiden Tagen einen Höhepunkt für die Besucher.

Hochzeitsbank und Blumenkinder vor dem Standesamt

Mit dabei waren elf Holzkünstler aus Österreich, Bayern, Thüringen, Sachsen und dem Erzgebirge. Überall auf dem Rathausplatz kreischten die Kettensägen und aus knapp 30 Festmetern Eiche sowie Lärchenholz entstanden attraktive und ganz individuelle Kunstwerke. Am allermeisten konnte sich wohl die Gemeinde Gelenau freuen.

Denn für den Ort kreierten die Künstler eine verzierte Hochzeitsbank und Blumenkinder für den Platz vor dem Standesamt sowie eine hölzerne Damwildgruppe fürs Wildgehege, aber auch eine Bank und eine große Sitzbankgruppe, die vor dem Rathaus ihren Platz haben wird. Auch die Weihnachtskrippe wurde wie versprochen mit Kamelen und einem Hirten komplettiert.

Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft

Der eigentliche Hammer war jedoch das Speedcarving am Sonntag, bei dem innerhalb von 45 Minuten aus Rundholzstämmen Figuren angefertigt werden müssen. Michael Gruber aus Hof war total begeistert und schwärmte: "Speedcarving ist für mich die Königsklasse beim Kettensägen. Was diese Leute hier bearbeiten ist toll und vor allem nicht einfach auszusägen."

Kein Wunder, schließlich war das diesjährige Speedcarving für die Teilnehmer zugleich die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Eine Meisterschaft legten die Säger auch in der Gestaltung hin. Daher fiel es dem Bürgermeister am Ende nicht schwer, die Sachen höchstmöglich zu versteigern. Mit Sachverstand und immer einem Scherz auf den Lippen, sorgte er für gute Stimmung und warb auch gleich für Neubürger in seinem Ort.