Stein des Gedenkens

TRADITION Erinnerung an Anton Günther

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Andreas Böhm am Karlstein am Main/OT Dettingen. Foto: PB/AL

Leukersdorf. Mit der Wiedervereinigung und insbesondere mit der Neugründung zahlreicher Erzgebirgszweigvereine erlebte Anton Günther eine wahrhafte Auferstehung. In den Jahren nach 1990 wurden alte Gedenksteine neu gestaltet bzw. neue Anton-Günther-Gedenksteine errichtet.

Der Autor Alexander Böhm hat sich der Aufgabe verschrieben alle diese Anton-Günther-Gedenksteine zu dokumentieren und ihre Entstehung in den historischen Kontext einzuordnen. Das Anton-Günther-Jahr 2016 mit seinem 140. Geburtstag ist Geschichte. "Umso mehr freue ich mich, dass ich es geschafft habe, noch rechtzeitig vor Jahresende meine Dokumentation herauszubringen. Ich habe mir mit dem Buch einen Lebenstraum erfüllt. Vor über zehn Jahren bin ich auf Spurensuche gegangen. Gleichzeitig war es mein Ziel, alle Gedenksteine selbst zu besuchen und zu fotografieren", sagt Böhm.

Der Leukersdorfer hat damit an den "Sänger des Erzgebirges" erinnert. Anton Günther (1876 - 1937), wurde zu seinem 60. Geburtstag 1936 in seinem Heimatort Gottesgab in Tschechien aus Dankbarkeit ein erstes Denkmal errichtet und man benannte zugleich eine Straße nach ihm. Dieser Geburtstag war ein glanzvoller Höhepunkt im Leben Anton Günthers, der zu dieser Zeit auf dem Zenit seines Schaffens stand.

Über 200 Lieder, Gedichte und Erzählungen hatte er verfasst, in denen er ein lebendiges Bild der Menschen und der Landschaft zeichnete. Er, der einfache Autodidakt, verstand es meisterhaft, der Sprache der Wälder und Täler in der erzgebirgischen Mundart Ausdruck zu verleihen.