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Westsachsen

Übergabe von Fördermitteln: "Villa Pfau" erstrahlt in neuem Glanz

Sanierung Kulturdenkmal soll wieder als Wohnraum genutzt werden können

Burkhardtsdorf. 

Burkhardtsdorf. Staatssekretär Dr. Frank Pfeil hat am heutigen 5. Oktober in Burkhardtsdorf dem Eigentümer der "Villa Pfau", Tobias Gahlert, einen Fördermittelbescheid in Höhe von 200 000 Euro überreicht. Mit den Mitteln aus dem Sonderprogramm Denkmalpflege des Freistaates Sachsen soll der bauliche Erhalt der ehemaligen Fabrikantenvilla sichergestellt werden, damit das Kulturdenkmal nach der Sanierung wieder als Wohnraum genutzt werden kann. Ziel ist es, die originale Substanz weitestgehend zu erhalten, um die geschichtlichen Zeugnisse zu bewahren.

Den alten Glanz zurückbringen

Staatssekretär Pfeil danke Tobias Gahlert für sein Engagement. "Er leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des nationalen kulturellen Erbes im Erzgebirge. Im Jahr der Industriekultur wird so ein Stück der reichen Industriegeschichte Sachsens gefördert. Im besten Fall können wir Denkmalschutz mit lebendiger Nutzung in Einklang bringen. Diesem tollen Ensemble werden Sanierung und neues Leben den alten Glanz zurückbringen!"

Erbauung der Villa in 1920er Jahren

Im ersten Bauabschnitt konzentrieren sich die Arbeiten überwiegend auf die Außenhaut der Villa. Dachdecker- und Fassadenarbeiten, die Überarbeitung der Fenster sowie die teilweise Erneuerung der Naturstein-Fassadenelemente stehen im Mittelpunkt der Arbeiten. Für diese Maßnahmen wird mit Gesamtkosten in Höhe von rund 478 000 Euro geplant. Die Villa Pfau ist einschließlich Nebengebäude, Villengarten, Einfriedungsmauer und Toranlage ein Kulturdenkmal. Das Ensemble ist bau- und kunstgeschichtlich sowie ortshistorisch von besonderer Bedeutung. Die Villa wurde in den 1920er Jahren für den Strumpffabrikanten Max Pfau unmittelbar neben dem Fabrikgelände errichtet und dokumentiert die örtliche Industriegeschichte der Strumpfindustrie, die Burkhardtsdorf in der Vergangenheit stark geprägt hat. Sie ist umgeben von einem großzügig angelegten Villengarten und aufgrund der Hanglage weithin sichtbar. Nach dem Jahr 1958 wurde die Anlage als Seniorenheim genutzt. Von 1991 bis 2009 diente sie als Außenstelle des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschland.



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