Weihnachtspyramiden aus drei Jahrhunderten

Kultur Januarschau eröffnet am Samstag im Erzhammer

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Pyramiden in der Manufaktur der Träume. Foto: Stadt Annaberg-Buchholz, Matthias Förster

Annaberg-B. Ab kommenden Samstag gibt es im Annaberger Haus des Gastes "Erzhammer" wieder ungewöhnliche Einblicke. Denn dann öffnet um 10 Uhr die traditionelle Januarschau ihre Pforten. "Seit fast 20 Jahren lockt die Schau alljährlich Tausende Besucher nach Annaberg-Buchholz. Auf über 400 qm gibt sie in ihrer diesjährigen Auflage faszinierende Einblicke in die große Vielfalt von Weihnachtspyramiden aus dem Erzgebirge und dem Vogtland.

"Diese sind untrennbar mit dem Weihnachtsbrauchtum des Erzgebirges verbunden und inzwischen unter anderem in der Schweiz, den USA, in Japan, Holland und Brasilien sowie in Frankreich zu finden", erläutert Annabergs Kulturmanagerin Dr. Gabriele Lorenz. Die Palette reicht von wertvollen historischen Stücken bis zu aktuellen Designerkreationen der Gegenwart. Gabriele Lorenz: "Mit Stab-, Stufen- und Göpelpyramiden, Hänge- und Flaschenpyramiden sind alle typischen Formen, aber auch Materialien wie Holz, Metall und Plastik vertreten. Wertvolle Pyramiden, die zum Teil über Generationen in Familien weitergegeben wurden oder aus dem Schatz renommierter Museen kommen, sind ebenso zu sehen wie herausragende Stücke von Schnitzern und Hobbybastlern."

Ein Beispiel ist Lößnitz, das einst zu den Zentren der Pyramidenherstellung gehörte. Der dortige Schnitzverein ist einer der ältesten im Erzgebirge und seine Exponate zählen zu den Höhepunkten der Ausstellung. Außerdem haben zahlreiche Liebhaber erzgebirgischer Volkskunst, Privatsammler und Museen von Schneeberg bis Olbernhau ihre Schätze für die große Januarschau zur Verfügung gestellt. Präsentiert werden insgesamt Volkskunst und Volkskunsthandwerk des Erzgebirges aus drei Jahrhunderten sowie aktuelle Entwicklungen. Geöffnet ist die Schau bis zum 5. Februar täglich von 10 bis 18 Uhr.