Wieder lernen, an sich zu glauben

Puppentheater Projekt hilft Langzeitarbeitslosen

Zschopau. 

Zschopau. In Deutschland gibt es, trotz guter Konjunktur, Bürger die seit vielen Jahren ohne Arbeit sind. Die Gründe dafür sind vielfältig. Wieder in Lohn und Brot zu kommen, stellt sich aber oftmals nicht so einfach dar. Dieser Zustand belastet die Betroffenen. Sie sind frustriert, hoffnungslos, fühlen sich erschöpft, ängstlich und unsicher. Um diesem Teufelskreis zu entrinnen, bietet der Internationale Bund - IB Mitte gGmbH für Bildung und soziale Dienste in Zschopau Starthilfe in eine neue Zukunft mit Perspektive an.

Mit Glaube an die eigenen Fähigkeiten zurück in den Arbeitsmarkt

Gefördert durch den Europäischen Sozialfonds, durch die Sächsische Aufbaubank in Kooperation mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz wird in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter Erzgebirgskreis an dieser Zschopauer Bildungseinrichtung das Projekt "Schritt für Schritt" durchgeführt. "Ziel ist es dabei, Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind, darin zu bestärken, wieder an sich und die eigenen Fähigkeiten zu glauben und den Weg in den ersten Arbeitsmarkt anzugehen", so Projektleiter Andreas Rülke. Gemeinsam arbeitet er mit Sozialpädagogin Susan Olms sowie den 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Projektes in verschiedenen Modulen.

Erste Aufführung ein voller Erfolg

Eines davon war das Einstudieren des Puppentheaterstückes "Die Bremer Stadtmusikanten". Über Wochen bauten sie eine Theaterbühne, Kulissen, bastelten Puppen und lernten Texte. Anfang Juni stand die Premiere an. Dazu waren die Steppkes der Zschopauer Kindertagesstätte "Pfiffikus" eingeladen. Die Kinder waren begeistert, die Puppenspieler hinsichtlich der gelungenen Veranstaltung erleichtert und ebenso wie ihre Pädagogen auch stolz.

Das Theaterstück war nur ein Modul des Projektes. "Jeder Mensch verdient eine Chance, sich entfalten zu können. Wir sind gern behilflich, Stärken wieder ans Licht zu holen und Möglichkeiten zu beruflichen Wegen zu eröffnen", so Susan Olms.