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Sachsen

WM-Medaille aus Großolbersdorf bringt Spendenaktion ins Rollen

Fluthilfe Sportverein sammelt nach Versteigerung knapp 550 Euro fürs Ahrtal

Großolbersdorf. 

Großolbersdorf. Ihr diesjähriges Jubiläum - mit zwei Jahren Verspätung wurde der 150. Geburtstag gefeiert - haben die Sportler des SV 1870 Großolbersdorf genutzt, um für einen guten Zweck zu spenden. Dass für Flutopfer im Ahrtal knapp 550 Euro zusammenkamen, ist vor allem der Initiative eines ehemaligen Kraftsportlers zu verdanken. Thomas Fischer, der bei der Weltmeisterschaft 2016 im Kraft-Dreikampf erfolgreich war, versteigerte seine damals gewonnene WM-Medaille. "Bei mir zuhause lag sie eh nur im Schrank", sagt der 47-Jährige, der keine Wunderdinge erwartete, aber am Ende stolz sein konnte.

Teamgeist spürbar

"Kraftsport ist nun mal eine Randsportart", weiß Fischer, dessen Medaille aber dennoch Begehrlichkeiten weckte. Letztlich war es Uwe Günther, der sich die Edelmetallplakette für 220 Euro sicherte. "Aber die ist nicht für mich", ergänzte der Bürgermeister, der die Trophäe stattdessen lieber dem Vereinschronisten Siegfried Seidel überlässt, um damit die Sammlung über die Historie des SV 1870 zu bereichern. Teamgeist wird in Großolbersdorf groß geschrieben, wie auch die Tatsache beweist, dass es der Verein nicht bei der Versteigerung beließ.

Überbringerin kennt die Not

Aufgestellt wurde auch ein Sparschwein, in dem binnen weniger Stunden weitere 327 Euro für die Fluthilfe landeten. Überbracht wird das Geld nun von Romy Etling aus Witzschdorf, die seit der Flutkatastrophe regelmäßig ins Ahrtal reist, um zu helfen. Immer hat sie dabei auch Sach- und Geldspenden aus dem Erzgebirge dabei, die weiterhin fleißig bei ihr landen. "Die Spende aus Großolbersdorf wird an eine Familie gehen, die die Unterstützung bitter nötig hat", sagt Romy Etling, der das Leid von Betroffenen bei ihren Reisen stets vor Augen geführt wird: "Viele Häuser sehen noch genauso aus wie direkt nach der Flut. Es fehlt an vielen Dingen."

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