100. Todestag: Ehrung für Gustav Friedrich Großer

Gedenken Markersdorfer gedenken dem bekannten Geschäftsmann

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Günter Hermsdorf, Bürgermeister von Claußnitz (rechts), Initiator Reinhold Schubert (2.v.l.) sowie Vertreter des Heimatvereines Claußnitz und der Interessengemeinschaft Schreibmaschinen gedachten in Markersdorf Gustav Friedrich Großer anlässlich dessen 100. Todestages. Foto: Uwe Schönberner

Markersdorf/Claußnitz. Gustav Friedrich Großer (auch Grosser geschrieben), dessen Todestag sich am 9. November zum 100. Mal jährte, wurde in Markersdorf gedacht: Am Gedenkstein am Standort des ehemaligen Großbetriebes fanden sich einige Bürgerinnen und Bürger ein, um sein überdurchschnittliches Engagement zu würdigen.

Bürgermeister Günter Hermsdorf, einige Vertreter der Interessengemeinschaft Schreibmaschinen aus Hartmannsdorf, vom Heimatverein Claußnitz sowie einige Privatpersonen. "Ich freue mich, dass noch weitere Bürgerinnen und Bürger diesem engagierten Geschäftsmann gedenken", sagte Initiator Reinhold Schubert aus Hartmannsdorf anlässlich dieser kleinen Gedenkfeier.

Deshalb sind die Markersdorfer stolz auf ihn

Gustav Friedrich Großer (1831 bis 1917) hatte bereits 1872 gemeinsam mit dem Unternehmer Ernst Moritz Bach die Strickmaschinenfabrik Bach & Grosser gegründet, aus der später die bekannte Firma Groma (Grosser, Markersdorf) wurde. Auf einem rund 1,6 Hektar großen Areal an der Hauptstraße zwischen Mittweida und Burgstädt begann ab 1924 die Produktion von Schreibmaschinen, deren Qualität schnell Weltruf erlangte.

Insgesamt wurden in der Groma schätzungsweise eine knappe Million Schreibmaschinen produziert. Die Ära der Computer verdrängte schließlich die mechanischen Büromaschinen. 1989/90 waren in Markersdorf noch etwa 700 Personen beschäftigt, in Spitzenzeiten sollen es gegen Ende des Zweiten Weltkrieges - als hier auch für die Rüstung gearbeitet wurde - mehr als doppelt so viele gewesen sein.

Engagement reichte über die Wirtschaft hinaus

Doch Großer hat noch mehr Verdienste für den Ort: So war er Mitinitiator der ersten sächsischen Omnibus-Linie Mittweida - Limbach, die 1906 eröffnet wurde. Auch am Bau der Chemnitztalbahn und der Chemnitztalstraße hat Großer Verdienste. Die dortige Wohnsiedlung "Kolonie", ein noch heute beliebter Wohnstandort, entstand ebenfalls mit auf seine Initiative für die Groma-Beschäftigten. Ebenso der Carolapark.