Bergruinen werden umgebaut

Tourismus Auf dem Rochlitzer Berg soll neues Besucherzentrum entstehen

Geht es nach einem Konzept mit der Überschrift "Die Welt des roten Porphyr", dann soll sich künftig das Plateau des Rochlitzer Berges in einen Ort für Erholung und kreatives Schaffen verwandeln. Damit das gelingt, müssten jedoch die Ruinen im Bergareal, wie die alte Schmiede, komplett umgebaut und umfunktioniert werden. An gleicher Stelle, so das Ziel, soll dann ein Besucherzentrum entstehen. In dem sogenannten Geoportal, das künftig im ehemaligen Sozialgebäude vorgesehen ist, sollen die Besucher nicht nur viel Wissenswertes zum Porphyrgestein erfahren. Auch andere Rohstoffe der Region sollen dort im Fokus stehen. Dazu zählen unter anderem Kiese und Sande, aber auch die heimische Forst- und Landwirtschaft. Weitere Angebote für Touristen, Ausflügler, aber auch Wissenschaftler, Fachleute und Schüler sollen das neue Geoportal bereichern. Laut der Rochlitzer Oberbürgermeisterin könnte das Besucherzentrum bereits im Spätsommer 2014 komplett fertig sein, denn der Stadt Rochlitz liegt seit Kurzem nicht nur eine Baugenehmigung für eine Nutzbarmachung des alten Sozialgebäudes vor. "Wir haben auch die Zusage für Fördermittel bekommen, die vom Land Sachsen und der Europäischen Union getragen werden", erklärt Oberbürgermeisterin Kerstin Arndt. Über die Kosten des neues Besucherzentrums konnte sie noch keine Aussage treffen. "Wir hoffen, dass durch diese und viele weitere Maßnahmen der Rochlitzer Berg an Attraktivität gewinnt, die auch den umliegenden Gemeinden zugute kommen wird", betont Dorothea Palm, die Geschäftsführerin der Touristinformation des Heimat- und Verkehrsvereins "Rochlitzer Muldental" ist. Dieser beobachtet seit Jahren, dass die Zahl der Berg-Touristen zunehmend ansteigt. Zur Bekanntheit beigetragen hatte 2012 eine Umfrage der Heinz-Sielmann-Stiftung, wo das schönste Geotop Deutschland gesucht wurde.