Feuerwehr rückt in Eppendorf an

Simulation Große Übung für Wehr und Pflegeheim

Währen der Evakuierung waren die Kameradinnen und Kameraden besonders gefordert. (Foto: Knut Berger)

Eppendorf. Es waren dramatische Szenen, die sich am Samstagvormittag im Alten- und Pflegeheim "Zum Pfarrberg" in Eppendorf abspielten. Im Gebäude war ein Feuer ausgebrochen, die Brandmeldeanlage schlug an. Kurz nach 9 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren von Eppendorf, Großwaltersdorf und Kleinhartmannsdorf alarmiert, die mit mehr als 40 Kräften anrückten.

Kurz danach wurde im Rathaus von Eppendorf unter Regie von Bürgermeister Axel Röthling ein Krisenstab eingerichtet, um alle erforderlichen Maßnahmen zu koordinieren. Gemeindewehrleiter Marko Schiebold war selbstverständlich am Ort des Brandes, dort übernahm Pierrè Uhlig die Verantwortung als Einsatzleiter. Der Brand wurde bekämpft und Einwohner evakuiert. Die Oederaner Straße musste für rund zwei Stunden gesperrt werden.

Notfall wird nur simuliert

Zum Glück sah es für die Augenzeugen dramatischer aus, als es tatsächlich war. "Vielmehr haben wir eine Übung durchgeführt, in der wir nicht nur die feuerwehrtechnischen Abläufe trainiert, sondern auch die praktische Tauglichkeit des Notfallplans der Gemeindeverwaltung getestet haben" sagte Gemeindewehrleiter Schiebold. Viele Dinge hätten gut funktioniert, über manche Details müsste noch einmal gesprochen werden.

"Die Auswertung der Übung erfolgt in einem separaten Dienst", sagte Schiebold. Das angenehme Wetter habe bei der Übung sicherlich für gute Bedingungen gesorgt. Doch besonders die Kameradinnen und Kameraden, die mit Atemschutzausrüstung mehrmals ins Gebäude gingen, um Personen zu retten, kamen mächtig ins schwitzen.

Rücksichtslose Kraftfahrer

Sehr aufmerksam verfolgte Ilona Vogel das Geschehen. Die Betreiberin der Pflegeeinrichtung hatte die Aktion im Vorfeld mit der Feuerwehr abgesprochen. "Die Wehr machte den Vorschlag, eine Übung in unserem Hause zu machen. Wir arbeiten schon lange eng mit der Wehr zusammen und haben zuletzt zum Beispiel die neu aufgestellten Evakuierungspläne durchgesprochen. Natürlich wussten unsere Bewohner im Vorfeld über die Übung Bescheid. Darüber haben wir auch noch einmal unmittelbar vor Beginn erinnert und bekräftigt, dass niemand Angst haben muss", sagte Ilona Vogel.

Die Wichtigkeit der Übung war sehr vielen Personen klar. Leider war einigen rücksichtslosen Pkw- Fahrern die Bedeutung offenbar nicht bewusst. Sie umkurvten auf der Straße die Absperrung und suchten sich an den Feuerwehrfahrzeugen vorbei ihren Weg.

Fotos: 1. Während der Übung kam auch die Drehleiter zum Einsatz.

Pierré Uhlig (rechts)- hier im Gespräch mit dem Personal- agierte als Einsatzleiter.

Währen der Evakuierung waren die Kameradinnen und Kameraden besonders gefordert. (Fotos: Knut Berger)