Hainichener Freibad wird umfassend saniert

Förderung Bescheid für Sanierung der Einrichtung durch Mittelsachsens Landrat vor Ort übergeben

Hainichen. 

Hainichen. Völlig aufgelöst vor Freude war der Hainichener Bürgermeister Dieter Greysinger vor wenigen Tagen: "Die Tatsache, dass wir für die dringend notwendige Sanierung unseres Freibads eine Förderung erhalten, ist mehr als positiv zu bewerten und für mich eine der schönsten Dinge, die ich in meiner bisherigen, über 15-jährigen Amtszeit als Bürgermeister erleben durfte", freute sich das Stadtoberhaupt von Hainichen. Der Stadtrat hat sich bei der Januar-Sitzung einstimmig zur Sanierung bekannt - einer freiwilligen Aufgabe der Kommune - und einen entsprechenden Baubeschluss gefasst.

Aus den Händen von Landrat Matthias Damm (CDU) erhielt Greysinger (SPD) vor wenigen Tagen den Zuwendungsbescheid für Fördermittel in Höhe von knapp 1,5 Millionen Euro, wobei die Gesamtkosten der Freibadsanierung bei nicht ganz zwei Millionen Euro liegen sollen.

Förderung kommt aus Programm für den ländlichen Raum

Die Förderung, um die sich neben der Stadt vor allem das Landratsamt Mittelsachsen und der Klosterbezirk Altzella verdient gemacht haben, kommt aus dem LEADER-Programm "Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum". Das beliebte Hainichener Freibad stand in den vergangenen Jahren bereits mehrere Male kurz vor der Schließung. So 2007 als die Folie Undichtigkeiten aufwies oder vor rund zehn Jahren, als die Pumpen eingefroren waren und ersetzt werden mussten. Alljährlich, wenn die beiden Schwimmmeister Ronny Müller und Rick Seifert das Bad für die Saison vorbereiten, lief außerdem eimerweise Rost aus den stark veralteten Filtern und Zuleitungen ins große Becken. Folgendes soll unter anderem im Zeitraum zwischen dem 1. September 2020 und Juni 2021 am Bad in Hainichen passieren: Einbau einer umlaufenden Schwallwasserrinne und eines Schwallwasserbehälters, Umstellung der Beckendurchströmung von horizontal auf vertikal, Erneuerung der Wasseraufbereitungstechnik und der Filter, Errichtung von Spielgeräten und Wasserattraktionen im Kinderbecken sowie eines Ein-Meter-Sprungbrettes sowie Sanierung des Drei-Meter-Sprungturmes.

Im Überschwang der Freude über die finanzielle Zuwendung versprach das Hainichener Stadtoberhaupt das Bad nach der Sanierung mit einem Saltosprung ins kühle Nass einzuweihen.